
From Classical to Byzantine: Social Evolution in Late Antiquity and the Fortress at Isthmia, Greece
Dieses Buch versucht, eine anthropologische Perspektive in die historische Archäologie einer komplexen Periode der griechischen Vergangenheit einzubringen. Traditionell konzentriert sich die Diskussion über den Übergang von der Spätantike zur frühbyzantinischen Zeit in der Ägäisregion auf das Schicksal der klassischen Stadtkultur.
In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich ein Konsens herausgebildet, der besagt, dass der Bruch zwischen der klassischen und der byzantinischen Kultur im siebten und nicht im vierten oder fünften Jahrhundert n. Chr. stattfand und dass es sich um einen allmählicheren Prozess handelte als bisher angenommen.
Die vorliegende Studie untersucht die byzantinische Festung Isthmia auf dem Peloponnes mit dem Ziel, den sozialen Wandel in dieser kritischen Periode auf der Ebene des Ortes und dann der Region im Sinne einer evolutionären Perspektive zu verstehen. Diese Studie konzentriert sich auf drei Probleme auf verschiedenen Abstraktionsebenen: (1) Ein beschreibendes Problem - die Sammlung weiterer Informationen über die mittelalterliche Besiedlung von Isthmia; die Beschreibung der strukturellen Merkmale der byzantinischen Festung mit dem Ziel, die Funktionen der Anlage im Laufe der Zeit zu verstehen.
(2) Ein methodisches Problem - der Einsatz geophysikalischer Techniken zur Untersuchung des Untergrunds der Festung und anderer ausgewählter Stellen, um die für eine angemessene Beschreibung erforderlichen Daten zu erhalten. (3) Ein umfassenderes historisches Problem - wie lassen sich die Schlüsselereignisse des Übergangs von der Spätantike zur frühbyzantinischen Zeit am besten rekonstruieren? Das methodische Element wird zum Bindeglied zwischen dem Sammeln von ortsspezifischen Daten und den umfassenderen historischen Implikationen für diese Informationen.