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From the Treaty of Versailles to the Treaty of Maastricht: Conflict, Carnage and Cooperation in Europe, 1918 - 1993
Dieses Buch untersucht die europäische Geschichte und Politik zwischen zwei sehr bekannten, aber fehlerhaften Verträgen: Der Vertrag von Versailles und der Vertrag von Maastricht.
Ausgehend vom Versailler Vertrag, der im Anschluss an den Ersten Weltkrieg unterzeichnet wurde, wird in dem Band argumentiert, dass er zwar gut gemeint, aber auch völlig unpraktisch war und die Landkarte Europas in einer Weise neu gestaltete, die zu dem tragischen Abstieg in Konflikt und Barbarei im Zweiten Weltkrieg führte. Der Band befasst sich dann mit der Nachkriegszeit, in der die Ergebnisse des Krieges zu einer unruhigen Stabilität eines durch den Kalten Krieg geteilten Kontinents führten und mit der Gründung der NATO im Jahr 1949 der Prozess der europäischen Integration die Ära der Zusammenarbeit einleitete. Unter dem Einfluss von Charles de Gaulle fungierte die neu geschaffene Europäische Gemeinschaft als ein Zusammenschluss souveräner Staaten unter der Führung Frankreichs und Deutschlands, der das Wirtschaftswachstum ankurbelte und andere Länder dazu ermutigte, sich um eine Mitgliedschaft zu bewerben. Nach de Gaulles Rücktritt im Jahr 1969 wurde dieser Ansatz schrittweise zugunsten eines föderalen Integrationsmodells aufgegeben, bei dem die Mitgliedstaaten ihre Souveränität an die Institutionen der späteren Europäischen Union abgaben. Europa sollte von einem Kontinent in ein Land umgewandelt werden. Das Buch schließt mit einer Analyse des Vertrags von Maastricht, in dem dieser Prozess verankert wurde, als ebenso verhängnisvoll wie der Vertrag von Versailles, und beschreibt den langsamen Niedergang der Europäischen Union nach Maastricht, der zu einer weit verbreiteten Euroskepsis führte.
Vom Vertrag von Versailles bis zum Vertrag von Maastricht" richtet sich an Forscher und Studenten, die sich für europäische Geschichte, Politik und den Ersten und Zweiten Weltkrieg interessieren.