Bewertung:

Das Buch „Learning from Baby P“ von Sharon Shoesmith befasst sich mit dem tragischen Fall von Peter Connelly und untersucht das Zusammenspiel von Sozialarbeit, Medien und politischen Reaktionen auf Versäumnisse beim Kinderschutz. Shoesmith kritisiert das Vorhersage- und Verhinderungsmodell des Kinderschutzes und betont die Komplexität und Ungewissheit im Zusammenhang mit der Kinderfürsorge sowie die Sündenbockfunktion der Sozialarbeiter. Das Buch ist eine Mischung aus forensischer Analyse und Kritik an den Medienberichten, was bei den Lesern ein unterschiedliches Echo hervorrief.
Vorteile:Die Leser lobten das Buch für seine Klarheit, die wichtigen Einblicke in die Schwächen der Sozialsysteme und die mutige Stimme der Autorin, die diese Themen anspricht. Es bietet eine umfassende Analyse des Falles Baby P und der politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen, was es zu einer unverzichtbaren Lektüre für Fachleute im Bereich der Sozialarbeit und des Kinderschutzes macht. Die Erzählung wird als nachdenklich stimmend und informativ angesehen, wobei viele die notwendige Perspektive auf die Sicherheit von Kindern hervorheben.
Nachteile:Kritiker fanden das Buch zu akademisch und manchmal langweilig, mit einem trockenen Schreibstil, der es schwierig machen könnte, sich damit zu beschäftigen. Einige Leser waren der Meinung, dass die politische Analyse von den zentralen Lehren aus dem Fall Baby P ablenkte und teilweise den Eindruck einer Verschwörungstheorie erweckte. Außerdem wurde das Buch als apologetisch und defensiv beschrieben, und einige mochten den Jargon und die komplexe Sprache nicht, was es für ein allgemeines Publikum schwierig macht.
(basierend auf 21 Leserbewertungen)
Learning from Baby P: The Politics of Blame, Fear and Denial
Sharon Shoesmith war 2007 zum Zeitpunkt des Todes von Peter Connelly, auch bekannt als "Baby P", Leiterin der Kinderfürsorge in Haringey.
In Learning from Baby P führt sie eine sachliche Analyse der Ereignisse durch, die auf Peter Connellys Tod folgten, und dokumentiert die Reaktionen der Medien, Politiker und der Öffentlichkeit. Sie untersucht die psychologischen und emotionalen Reaktionen, die wir teilen, wenn wir mit solch schrecklichen Fällen von familiärem Kindermord konfrontiert werden, und wie ein Klima der Angst und Schuldzuweisung, das auf solche Tragödien folgt, zu negativen Folgen für andere gefährdete Kinder und für die Sozialarbeiter, die sich um ihren Schutz bemühen, führen kann.
Learning from Baby P" ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt und darauf abzielt, das Verständnis zu vertiefen und die schwierige Beziehung zwischen Politik, Medien und Kinderschutz zu erhellen.