Bewertung:

Das Buch ist gut geschrieben und bietet eine tiefgehende Auseinandersetzung mit christlicher Gewaltlosigkeit und Anarchismus, was es zu einem wichtigen Beitrag zu Diskussionen über soziale Gerechtigkeit macht. Einige Leser bemängelten jedoch den physischen Zustand der Exemplare und dass bestimmte versprochene Diskussionen fehlten.
Vorteile:Gut geschrieben, bringt das wahre Wesen der christlichen Gewaltlosigkeit zum Ausdruck, gute Handlung, wertvolle Einführung in den christlichen Anarchismus, wichtige Persönlichkeiten werden besprochen (z.B. Dorothy Day, die Berrigan-Brüder), unerwartete Einbeziehung der Analyse von Malcolm X.
Nachteile:Einige Exemplare können in schlechtem Zustand sein, mit Unterstreichungen/Hervorhebungen, es fehlt eine ausführliche Diskussion über Eberhard Arnold, obwohl sie auf dem hinteren Umschlag erwähnt wird, von einigen Lesern als zu kurz angesehen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Living on Hope While Living in Babylon: The Christian Anarchists of the Twentieth Century
Auch wenn das Christentum am Ende ist, scheinen sich alte Gewohnheiten hartnäckig zu halten. Jesus versprach seinen Nachfolgern weder Sicherheit noch Wohlstand, sondern vielmehr, dass diejenigen, die nach ihm kommen, mit Verfolgung rechnen müssen.
Christliche Nachfolge und Stammesnationalismus werden jedoch trotz der rechtlichen Trennung von Kirche und Staat weiterhin in das nationalstaatliche Projekt von Wohlstand und Sicherheit integriert. Diese Kooptation hat es der Kirche schwer gemacht, ihre Aufgabe zu erkennen, ein prophetisches Zeugnis sowohl für als auch gegen den Staat zu sein. Die Tatsache, dass nur eine kleine Gruppe von Christen gegen eine solche Anpassung der christlichen Praxis Zeugnis ablegt, ist beunruhigend und lässt doch Hoffnung aufkeimen.
In Living on Hope While Living in Babylon untersucht Tripp York einige Christen des 20. Jahrhunderts, die ein solches Zeugnis abgelegt haben, darunter die Brüder Berrigan, Dorothy Day und Eberhard Arnold.
Diese Zeugen können insofern als anarchisch angesehen werden, als ihre Loyalität zu Christus den pseudo-soteriologischen Mythos des Staates untergräbt. Während diese Christen als Pilger, Revolutionäre, Nomaden, Subversive, Agitatoren und jetzt auch als Anarchisten bezeichnet wurden, sind sie vor allem Suchende nach dem Frieden der Stadt, deren wichtigster Wunsch es ist, dass die Angehörigen der zeitlichen Städte an der ewigen Stadt - der Stadt Gottes - teilhaben können.
Durch die Untersuchung ihrer Ideen und ihres Handelns versucht dieses Buch zu verstehen, wie die Politik der Kirche - eine apokalyptische Politik - notwendig ist, damit die Kirche ihre Mission als Trägerin des Evangeliums verstehen kann.