Bewertung:

Das Buch „From Utopia to Apocalypse“ von Peter Paik bietet eine wissenschaftliche Untersuchung des revolutionären Wandels anhand einer Auswahl von Graphic Novels und Filmen. Es befasst sich mit politischen Themen und wirft wichtige ethische Fragen zur Rechtfertigung von Massengewalt für eine bessere Welt auf. Der Text enthält eingehende Analysen von Werken wie „The Watchmen“, „V for Vendetta“ und anderen, wobei der Schwerpunkt auf deren politischen Implikationen liegt.
Vorteile:⬤ Faszinierende Erforschung der Politik anhand von Graphic Novels und Filmen.
⬤ Eingehende Analyse bedeutender Werke wie „The Watchmen“ und „V for Vendetta“.
⬤ Bietet tiefe Einblicke in politische Dilemmas, die oft als trivial abgetan werden.
⬤ Fesselnder Text, der sich für Leser lohnt, die an revolutionären Veränderungen interessiert sind.
⬤ Einige Abschnitte verwenden obskuren Jargon und komplexe Konzepte aus der kritischen Theorie, die für allgemeine Leser schwierig sein könnten.
⬤ Teile des Buches könnten für diejenigen, die mit dem Gebiet der kritischen Theorie nicht vertraut sind, sehr anstrengend sein.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
From Utopia to Apocalypse: Science Fiction and the Politics of Catastrophe
"Ich habe Peter Y. Paiks klares, anmutiges, schonungsloses Buch in einer einzigen staunenden Sitzung gelesen.
Ich habe es mit Pfeilen und Ausrufezeichen durchgestrichen, damit ich es so bald wie möglich wieder lesen kann." -Bruce Sterling Revolutionäre Erzählungen in neueren Science-Fiction-Romanen und -Filmen zwingen das Publikum, über die Politik und die gesellschaftlichen Missstände der Zeit nachzudenken. Durch Charaktere und Geschichten erweckt die Science-Fiction die Theorie zum Leben, indem sie den Beweggründen für die Handlungen und den daraus resultierenden Folgen Gestalt verleiht. In From Utopia to Apocalypse zeigt Peter Y.
Paik, wie Science Fiction faszinierende und tiefgreifende Einsichten in die Politik vermittelt. Er zeigt, dass die Fantasie, vernichtende Allmacht zum Vorteil zu nutzen, den revolutionären Projekten zugrunde liegt, die die kollektiven Umwälzungen der Neuzeit bestimmt haben. Paik geht der Frage nach, wie diese politische Theologie in der populären Superheldenliteratur zum Ausdruck kommt und sogar wörtlich genommen wird, und untersucht dabei Werke wie Alan Moores und Dave Gibbons' Graphic Novel Watchmen, das Science-Fiction-Kino von Jang Joon-Hwan, den Manga von Hayao Miyazaki, Alan Moores V for Vendetta und die Matrix-Trilogie.
Superheldenfantasien werden in der Regel als Kompensation für individuelle Gefühle von Schwäche, Opferrolle und Verletzlichkeit gesehen. Paik stellt diese Phantasien jedoch als soziale Konstruktionen dar, die sich mit Fragen des politischen Willens und des Zerfalls der Demokratie befassen und nicht mit der Psychologie des Persönlichen. Was dringend auf dem Spiel steht, so Paik, ist eine Kritik an den Beschränkungen und Sackgassen der politischen Vorstellungskraft.
Die vom Totalitarismus erträumten Utopien, die durch Folter, Unterdrückung und Masseninhaftierung durchgesetzt werden müssen, bestehen auch in liberalen politischen Systemen fort. Vor dem Hintergrund dieser Realität zeigt Paik das unbehagliche Nebeneinander von Heiligkeit und zynisch manipulativer Realpolitik, von Folter und der Behauptung der Menschenwürde, von Grausamkeit und Wohlwollen.