Bewertung:

Das Buch „From A Taller Tower“ von Seamus McGraw bietet eine tiefgreifende Untersuchung der Probleme im Zusammenhang mit Massenerschießungen in Amerika und räumt mit gesellschaftlichen Mythen über Waffen und Geisteskrankheiten auf, und zwar mit einem gut recherchierten, emotionalen Ansatz. Es bietet ein reflektiertes Verständnis der einzelnen Fälle, ohne die Schützen zu glorifizieren.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und geschrieben
⬤ zum Nachdenken anregend
⬤ setzt sich mit gesellschaftlichen Mythen auseinander
⬤ emotional fesselnd
⬤ regt zum Nachdenken und zur Diskussion an
⬤ aufschlussreicher Hintergrund
⬤ zeitgemäß und wichtig für aktuelle Themen.
⬤ Kann emotional schwer sein
⬤ einige Leser könnten es schwierig finden, es in einer Sitzung zu verdauen
⬤ es fehlt eine chronologische Struktur in der Erzählung
⬤ kann den Leser aufgrund der Vermischung zahlreicher Vorfälle verwirren.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
From a Taller Tower: The Rise of the American Mass Shooter
Wir, als Nation, sind gegenüber dem Schock und dem Schmerz nach Massenerschießungen desensibilisiert worden.
In der bodenlosen Stille zwischen den Schüssen, während der politische Stillstand für Untätigkeit sorgt, geht das Töten weiter; das Sterben geht weiter. From a Taller Tower befasst sich mit der Stille, die uns nach diesen Gräueltaten leer lässt.
Der erfahrene Journalist Seamus McGraw schildert den Aufstieg der Massenmörder, um die Mythen zu entlarven, die wir um die Mörder und uns selbst konstruiert haben. Der erste Massenmörder Amerikas, der 1966 vom Turm der University of Texas aus zuschlug, hat eine neue Realität ausgelöst: die Angst, dass jeder von uns Ziel eines Mörders werden könnte, und die Mitschuld, die wir tragen, wenn wir diesen Mördern den Ruhm oder die Infamie gewähren, nach der sie sich sehnen. From a Taller Tower geht auf einzelne Fälle der Epidemie ein, die in Austin ihren Anfang nahm, und konfrontiert uns unverblümt mit unserer Besessenheit von den Amokläufern - und erforscht die Isolation, den Narzissmus und das Gefühl, Opfer zu sein, die ihre Besessenheit schüren.
Gestützt auf die Erfahrungen von Überlebenden und Ersthelfern sowie auf das Wissen von Experten für psychische Gesundheit stellt McGraw die Vorstellung vom „guten Mann mit der Waffe“, die Vergötterung von Waffen (einschließlich seiner eigenen) und die Zuverlässigkeit traumatisierter Erinnerungen in Frage. Doch in dieser schrecklichen Geschichte erinnert uns McGraw an die Menschlichkeit, die das Töten und Sterben stoppen kann.