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Of Exile and Music: A Twentieth Century Life
Diese faszinierende Autobiografie spielt vor dem Hintergrund einiger der dramatischsten Episoden des zwanzigsten Jahrhunderts. Es ist die Geschichte eines hartnäckigen Kampfes gegen ungerechte Regime, getragen von einem tiefen Glauben an die Stärke des menschlichen Geistes und die transzendente Kraft der Musik.
Es ist auch ein Bericht über ein reiches spirituelles Leben, in dem die Autorin ihre jüdischen Wurzeln durch das Studium der östlichen Philosophie und Meditation vertieft hat. Eva Mayer Schay wurde in Deutschland geboren und erlebte auf Mallorca eine idyllische Kindheit. Ihre Eltern waren nach der Machtergreifung der Nazis auf die Insel ausgewandert, doch 1936, während des Spanischen Bürgerkriegs, wurde die Familie nach Deutschland zurückgeschickt.
Ihr Vater wurde verhaftet und vor die Wahl gestellt, entweder ins Konzentrationslager zu gehen oder sich nach Italien abzusetzen. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Eltern von Mayer Schay in Südafrika als "feindliche Ausländer" eingestuft, was zu erheblichen Entbehrungen führte. Ihr Vater starb 1945, nach Kriegsende.
Sie absolvierte ihre gesamte Schul- und Universitätslaufbahn in Johannesburg, setzte ihre musikalischen Studien in London fort und unterrichtete nach ihrer Rückkehr nach Johannesburg Violine, spielte Kammermusik und wurde Mitglied des SABC Symphony Orchestra. Da sie sich der Apartheid widersetzte, wurde sie entlassen, später wieder eingestellt, verließ aber Johannesburg, um 1959 im Durban Civic Orchestra zu spielen. Entsetzt über die zunehmende Härte der nationalistischen Regierung und über das Massaker von Sharpeville im Jahr 1960 emigrierte sie schließlich 1961 mit ihrer Mutter nach England.
In London arbeitete Mayer Schay als freischaffende Geigerin und heiratete 1967. Im September 1968 wurde sie Mitglied des Orchesters der Sadler's Wells Opera am Coliseum Theatre, das später in English National Opera umbenannt wurde, wo sie fast dreißig Jahre lang blieb.