
Of Levinas and Shakespeare: To See Another Thus
Gelehrte haben Levinas als Objektiv benutzt, um viele Autoren und Texte, Arbeitsfelder und Kunstwerke zu betrachten.
Doch bisher hat noch kein Buch oder ein spezieller Band diese Denkweise in einer nachhaltigen Diskussion der Werke von Shakespeare zum Tragen gebracht. Es sollte niemanden überraschen, dass Levinas sein eigenes Denken als Shakespeare-artig bezeichnete.
Für beide ist "das Stück die Sache", oder anders gesagt, die Beobachtung der Intersubjektivität. Was alle gelehrten Leser überraschen und in der Tat erfreuen mag, ist die Überlegung, was wir noch gewinnen könnten, wenn wir beide im Licht des anderen betrachten. Das Buch Von Levinas und Shakespeare: "To See Another Thus", an dem führende Wissenschaftler aus Philosophie und Literatur beteiligt sind, ist das erste Werk in Buchlänge, das beide großen Denker behandelt.
Lear, Hamlet und Macbeth stehen im Mittelpunkt der Diskussion, aber auch Cymbeline, Der Kaufmann von Venedig und sogar Gedichte wie Venus und Adonis werden in Aufsätzen behandelt. Die Herausgeber und Autoren des Bandes haben eine gründliche Abhandlung aus verschiedenen Blickwinkeln geplant, doch keiner von ihnen möchte, dass dieser Band das letzte Wort zum Thema ist; vielmehr soll er eine Provokation für weitere Diskussionen sein, eine Verlockung für ein reicheres Vergnügen und eine Einladung zur tieferen Betrachtung von Levinas und Shakespeare.