
Of Sheep, Oranges, and Yeast: A Multispecies Impression Volume 40
In welchem Sinne "schreiben" Tiere, Pflanzen und Mineralien? Wie prägt ihr "Schreiben" unser Leben - unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft? Mit einer anregenden Mischung aus kreativem Flair und theoretischem Tiefgang geht Of Sheep, Oranges, and Yeast solchen Fragen nach und zeigt, wie das Leben von - ja, Schafen, Orangen, Gold und Hefe die Geschichten der Tiere prägt, die wir "menschlich" nennen.
In Of Sheep, Oranges, and Yeast werden die oft getrennten Diskussionen in den Bereichen Tier- und Pflanzenkunde, Ökotheorie und Biopolitik zusammengeführt, um literarische und historische Studien zu ermöglichen, die die Tatsache berücksichtigen, dass wir durch unsere Beziehungen zu anderen tierischen, pflanzlichen, pilzlichen, mikrobiellen, viralen, mineralischen und chemischen Akteuren entstehen. Das Buch beginnt und schließt mit einer Shakespeare-Figur, die über ihre schmerzhafte Begegnung mit der Haut eines Lamms (in Form von Pergament) spricht. Diese Begegnung inszeniert ein viszerales Bewusstsein für das, was Julian Yates einen "Multispezies-Eindruck" nennt, die Art und Weise, wie alle Akte des Schreibens mit dem "Schreiben" anderer Wesen gesättigt sind. Yates entwickelt dann eine multimodale Lesestrategie, die eine Reihe von anthropozoo-genetischen Figuren nachzeichnet, die sich aus unserem Umgang mit Schafen (als Schlüssel zur Geschichte der Biopolitik), Orangen (als Schlüssel zur Ökonomie) und Hefe (als Schlüssel zum Begriff der Stiftung oder Infrastruktur) ergeben.
Das Buch arbeitet mit einer Reihe von Materialien (veröffentlichten und archivierten), die verschiedene Disziplinen und historische Epochen (von der Klassik bis zur Postmoderne) umfassen, und erlaubt es Schafen, Orangen und Hefe, ihre eigenen Chronologien zu diktieren und ihre eigenen Geschichten zu erzählen. Das Ergebnis ist eine Methodik, die die Bedeutung des Lesens im einundzwanzigsten Jahrhundert grundlegend verändert.