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From Shipmates to Soldiers: Emerging Black Identities in the Ro de la Plata
Obwohl die Region R o de la Plata, die das heutige Argentinien, Uruguay und Paraguay umfasst, nie eine Plantagenwirtschaft besaß, blickt sie auf eine lange, aber vernachlässigte Geschichte des Sklavenhandels und der Sklaverei zurück.
Dieses Buch analysiert das Leben der Afrikaner und ihrer Nachkommen in Montevideo und Buenos Aires von der späten Kolonialzeit bis zu den ersten Jahrzehnten der Unabhängigkeit. Die Autorin zeigt, wie die versklavten Afrikaner auf der Grundlage ihrer gemeinsamen Erfahrungen eine soziale Identität schufen, die vom gemeinsamen Überleben auf dem Atlantik und der Zwangspassage an der Küste auf Sklavenschiffen bis zum Dienst als Soldaten in den schwarzen Bataillonen der Unabhängigkeitsepoche reichte.
Neben dem Sklavenhandel und dem Militär prägte auch die Teilnahme an schwarzen Laienbruderschaften, afrikanischen "Nationen" und der Buchstabenkultur ihre sozialen Identitäten. Durch die Verknüpfung spezifischer Regionen Afrikas mit der R o de la Plata-Region untersucht der Autor auch die Verbindungen der freien schwarzen und versklavten Bevölkerung mit der größeren Gesellschaft, in der sie sich befanden.