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From Enforcers to Guardians: A Public Health Primer on Ending Police Violence
Exzessive Polizeigewalt und ihre unverhältnismäßige Ausrichtung auf Minderheitengemeinschaften gibt es in den Vereinigten Staaten seit der Gründung der ersten Polizeikräfte in der Kolonialzeit. Die exzessive Polizeigewalt ist eine persönliche Tragödie für die Opfer, für die Menschen, die sie lieben, und für ihre Gemeinschaften im weiteren Sinne und stellt zudem eine tiefgreifende Verletzung der Menschen- und Bürgerrechte dar.
Die meisten öffentlichen Diskussionen über exzessive Polizeigewalt konzentrieren sich verständlicherweise auf die Schrecken der zivilen Todesopfer. In From Enforcers to Guardians nähern sich Hannah L. F. Cooper und Mindy Thompson Fullilove dem Thema aus einem völlig anderen Blickwinkel: als ein Problem der öffentlichen Gesundheit. Durch die Verwendung eines gesundheitspolitischen Rahmens fordert dieses Buch die Leser auf, zu erkennen, dass das durch exzessive Polizeigewalt verursachte Leid weit über den Tod hinausgeht und auch sexuelle, psychologische, vernachlässigende und nicht tödliche physische Gewalt einschließt.
Cooper und Fullilove argumentieren, dass exzessive Polizeigewalt bewusst eingesetzt wurde, um Arbeiter- und Minderheitengemeinschaften an den Rand zu drängen, und beschreiben, was wir über die Geschichte, die Verbreitung und die gesundheitlichen Auswirkungen von Polizeigewalt wissen - von Sklavenpatrouillen in der Kolonialzeit bis hin zum Krieg gegen Drogen in den heutigen Vereinigten Staaten. Schließlich gibt das Buch einen Überblick über die Bemühungen zur Beseitigung von Polizeigewalt, einschließlich der von Barack Obama 2015 ins Leben gerufenen Task Force on 21st Century Policing, und schlägt eine systemübergreifende, mehrstufige Strategie zur Beendigung von Marginalität und Polizeigewalt und zur Verwirklichung von Guardian Policing vor.
From Enforcers to Guardians richtet sich an alle, die die Ursachen und die Verbreitung von exzessiver Polizeigewalt verstehen und Interventionen zu ihrer Beendigung entwickeln wollen, und stellt exzessive Polizeigewalt so dar, dass sie aus der Perspektive der öffentlichen Gesundheit verstanden, erforscht und gelehrt werden kann.