
Before Official Multiculturalism: Women's Pluralism in Toronto, 1950s-1970s
Fast zwei Jahrzehnte lang, bevor Kanada 1971 offiziell den Multikulturalismus einführte, setzten sich ein großes Netzwerk von Frauen und ihre Verbündeten in Toronto für den Pluralismus als Projekt zum Aufbau der Stadt und der Nation ein. Before Official Multiculturalism (Vor dem offiziellen Multikulturalismus) bewertet Frauen als liberale Befürworterinnen und Aktivistinnen des Pluralismus und untersucht kritisch die Schlüsselrollen, die sie als Community-Organisatorinnen, Sozialarbeiterinnen an vorderster Front und Organisatorinnen ethnischer Festivals spielten.
Das Buch untersucht den gemeinschaftsbasierten Aktivismus von Frauen zur Unterstützung einer liberalen pluralistischen Vision des Multikulturalismus anhand einer Analyse des International Institute of Metropolitan Toronto, einer Nachkriegseinrichtung, die sich um die Integration von Neuankömmlingen in den Mainstream und die Förderung der kulturellen Vielfalt bemühte. Das Buch stützt sich auf die reichhaltigen Aufzeichnungen des Instituts sowie auf die umfangreiche Sammlung der International Institutes in Minnesota. Es verortet Toronto in seinem kanadischen und nordamerikanischen Kontext und befasst sich mit dem fehlerhaften Auftrag, Einwanderer und Flüchtlinge in eine zunehmend vielfältige Stadt zu integrieren.
Franca Iacovetta untersucht die Widersprüche zwischen dem Wunsch der Aktivistinnen, die ethnische Vielfalt zu zelebrieren und auszubauen, einerseits und ihrem Projekt der kanadischen Nationenbildung andererseits. Vor dem offiziellen Multikulturalismus zieht sie Lehren aus der Geschichte des Toronto International Institute und setzt sich mit nationalen und internationalen Debatten auseinander, um eine kritische Analyse des Frauenpluralismus in Kanada zu liefern.