Vor der Tugend: Eine Bewertung der zeitgenössischen Tugendethik

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Vor der Tugend: Eine Bewertung der zeitgenössischen Tugendethik (J. Sanford Jonathan)

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Originaltitel:

Before Virtue: Assessing Contemporary Virtue Ethics

Inhalt des Buches:

Die klassische Tugendethik, die von Aristoteles (gest. 322 v.

Chr.) vorgelebt wurde, fragte: Was können wir über die menschliche Natur und die Tugenden wissen, durch die sie vervollkommnet wird, um gut zu leben? Die heute vorherrschenden ethischen Theorien vermeiden im Allgemeinen die Frage nach der menschlichen Natur und verfolgen deontologische (nicht metaphysische) oder utilitaristische (Maximierung des wahrgenommenen sozialen Nutzens) Ansätze. Elizabeth Anscombes Artikel "Moderne Moralphilosophie" von 1958 löste eine Wiederbelebung der Tugendethik aus. Sie kritisierte die zeitgenössischen ethischen Theorien und forderte ihre Leser auf, sich auf zentrale Merkmale eines aristotelischen Ansatzes zu besinnen.

Jonathan Sanford stellt fest, dass trotz der gemeinsamen Ursprünge der zeitgenössischen Tugendethik bei Anscombe die Literatur nicht nur in ihrem Umfang, sondern auch in ihren grundlegenden Verpflichtungen sehr unterschiedlich ist. Was genau ist die zeitgenössische Tugendethik? In Before Virtue entwickelt Sanford Strategien, um die zeitgenössische Tugendethik präzise zu beschreiben. Anschließend bewertet er die zeitgenössischen Tugendansätze anhand des Anscomschen Doppelstandards, der sie inspiriert hat: inwieweit sie die Fallstricke der modernen Moralphilosophie vermeiden und inwieweit sie eine erfolgreiche Wiederbelebung eines aristotelischen Ethikansatzes darstellen.

Sanford stellt fest, dass die Ergebnisse gemischt sind. Aber es zeichnet sich ein roter Faden ab: Eine angemessene Tugendtheorie muss zumindest vorläufige Antworten auf die Fragen nach der Natur des Menschen, nach unseren Zielen und nach den Grundsätzen geben, mit denen unsere Ziele am besten verfolgt werden. Erst wenn man die Bedeutung dieser Fragen für die Moralphilosophie erkennt, kann man den Beitrag der aristotelischen Ethik zu würdigen beginnen.

Letztlich wird Anscombes Urteil über die Notwendigkeit, das, was sie als moderne Moralphilosophie bezeichnet, zu meiden, durch eine Wiederbelebung der aristotelischen Ethik gerechtfertigt, die bei der Beantwortung dieser grundlegenderen Fragen weiter geht als die meisten zeitgenössischen Tugendethiken. Die abschließenden Kapitel dieses Buches tragen zu dieser Wiederherstellung bei.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780813232621
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch

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