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Screening Neoliberalism: Transforming Mexican Cinema, 1988-2012
Höhlenartig, oft kalt, immer dunkel, mit dem anhaltenden Geruch von Popcorn in der Luft: Die Erfahrung eines Kinobesuchs ist universell. Das Kinoerlebnis in Mexiko ist nicht weniger tiefgründig und hat sich in den letzten Jahren auf komplexe Weise entwickelt.
Filme wie Y Tu Mama Tambien, El Mariachi, Amores Perros und die Werke von Ikonen wie Guillermo del Toro und Salma Hayek stehen für weit mehr als nur das wiedererwachte Interesse am mexikanischen Kino. In Screening Neoliberalism untersucht Ignacio Sanchez Prado genau, was in den letzten Jahrzehnten mit der mexikanischen Filmindustrie geschehen ist. Screening Neoliberalism ist nicht nur eine Geschichte dieser Zeit, sondern untersucht vier tiefgreifende Veränderungen in der mexikanischen Filmindustrie: den Niedergang des Nationalismus, die neue Ausrichtung auf das Publikum der Mittelschicht, die Neudefinition des politischen Kinos und die Auswirkungen der Globalisierung.
In dieser Analyse werden sowohl die Regisseure und Filme betrachtet, die internationale Bekanntheit erlangt haben, als auch diejenigen, die für den Aufbau eines heimischen Marktes von Bedeutung waren. Screening Neoliberalism zeigt die Folgen einer Filmindustrie auf, die gezwungen ist, ein neues Publikum in der mexikanischen Mittelschicht zu finden, um wirtschaftlich und kulturell überlebensfähig zu sein.