Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Untersuchung des Einsatzes von Big Data in der Polizeiarbeit und konzentriert sich dabei insbesondere auf das LAPD und ähnliche Behörden. Während viele Leser es als fesselnd, aufschlussreich und gut recherchiert empfinden, kritisieren einige es als unoriginell und wenig tiefgründig im Vergleich zu anderen Werken auf diesem Gebiet.
Vorteile:⬤ Faszinierende Einblicke in die polizeiliche Nutzung von Big Data
⬤ gut recherchiert und analytisch prägnant
⬤ fesselnd und angenehm zu lesen
⬤ vermittelt wichtige Erkenntnisse über den Datenzugang
⬤ gut geschrieben und detailorientiert.
Manche finden es repetitiv und ohne theoretische Beiträge; einige Leser, die innovativere Werke zu diesem Thema suchen, halten es für langweilig.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Predict and Surveil: Data, Discretion, and the Future of Policing
Der Umfang der strafrechtlichen Überwachung hat sich in den letzten Jahrzehnten rasch ausgeweitet. Gleichzeitig hat sich die Nutzung von Big Data in einer Reihe von Bereichen wie Finanzen, Politik, Gesundheitswesen und Marketing verbreitet. Während die Nutzung von Big Data durch die Strafverfolgungsbehörden heftig umstritten ist, ist nur sehr wenig darüber bekannt, wie die Polizei sie tatsächlich im Alltag einsetzt und welche Folgen dies hat.
In Predict and Surveil bietet Sarah Brayne einen noch nie dagewesenen Einblick in die Nutzung von Big Data und neuen Überwachungstechnologien durch die Polizei, indem sie eine der technologisch fortschrittlichsten Polizeibehörden der Welt, das Los Angeles Police Department, vor Ort befragt. Auf der Grundlage von Originalinterviews und ethnografischen Beobachtungen untersucht Brayne die Ursachen und Folgen der algorithmischen Kontrolle. Sie zeigt, wie die Polizei Predictive Analytics einsetzt, um Ressourcen zu verteilen, Verdächtige zu identifizieren und Ermittlungen durchzuführen.
Wie die Einführung von Big-Data-Analysen die Organisationspraktiken der Polizei verändert.
Und wie die Polizei selbst auf diese neuen datenintensiven Praktiken reagiert. Obwohl die Big-Data-Analytik das Potenzial hat, Voreingenommenheit zu verringern und die Effizienz zu steigern, argumentiert Brayne, dass sie auch bestehende Muster sozialer Ungleichheit reproduziert und vertieft, die Privatsphäre bedroht und bürgerliche Freiheiten in Frage stellt.
Dieses Buch ist eine bahnbrechende Untersuchung der wachsenden Rolle des privaten Sektors in der öffentlichen Polizeiarbeit und stellt die Art und Weise in Frage, wie wir über die datenintensive Überwachung denken, die die Strafverfolgungsbehörden im Namen von Objektivität, Effizienz und öffentlicher Sicherheit zunehmend der Zivilbevölkerung auferlegen.