
Guardians of the Arab State: When Militaries Intervene in Politics, from Iraq to Mauritania
Guardians of the Arab State erklärt klar und prägnant, wie und warum sich militärische Organisationen im gesamten Nahen Osten und in Nordafrika in die Politik einmischen, wobei vier Schlüsselfaktoren identifiziert werden: ein hohes Maß an organisatorischer Kapazität, ein klares institutionelles Interesse, eine nachsichtige Bevölkerung und eine schwache zivile Kontrolle. Anhand zahlreicher Fallstudien, die von Mauretanien bis zum Irak reichen, zeigt das Buch, dass diese Faktoren allen arabischen Ländern gemeinsam sind, in denen es im letzten Jahrhundert zu Putschen kam.
In Fällen wie Jordanien, wo eine starke zivile Kontrolle und das Fehlen von Kapazitäten, Interesse oder einem positiven öffentlichen Image Putschversuche zum Scheitern verurteilten, ist das Gegenteil der Fall. Gaub argumentiert auch überzeugend, dass die Gründe eher struktureller als kultureller Natur sind, und stellt damit eine Gegenerzählung zu den herkömmlichen Erklärungen dar, die arabische Staatsstreiche entlang religiöser oder historischer Linien betrachten.
Im Wesentlichen führen die hier behandelten Fragen zurück zu Fragen der schwachen Staatlichkeit, der Legitimität und der Ressourcenknappheit - alles Probleme, mit denen die arabische Welt seit ihrer Unabhängigkeit zu kämpfen hat. Guardians of the Arab State knüpft dort an, wo die bisherige Literatur über die Streitkräfte des Nahen Ostens aufgehört hat, und liefert eine aktualisierte und aufschlussreiche Analyse der Seele der arabischen Armeen.