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Wagner in Performance
Trotz der umfangreichen Literatur über Wagners Opern gibt es nur wenige Veröffentlichungen, die allen Elementen ihrer Aufführung gerecht werden. In diesem Buch, das sich sowohl an Fachleute als auch an das Opernpublikum richtet, untersucht ein Team von Experten aus der ganzen Welt die Aufführungsgeschichte und die Rezeption von Wagners Werken in Europa und Amerika.
Aufsätze über das Dirigat, den Gesang, die Inszenierung und das Bühnenbild von Wagners Werken untersuchen den revolutionären Charakter der Anforderungen des Komponisten an seine Interpreten. Das Buch wirft tiefgreifende ästhetische Fragen zur Umsetzung der Oper auf der Bühne auf: die Autorität des Komponisten gegenüber dem Regisseur und dem Publikum, die Unantastbarkeit des Textes, der Partitur und der Regieanweisungen sowie die Rolle der Kunst selbst in der Gesellschaft. Diese Fragen werden sowohl theoretisch als auch anhand konkreter Inszenierungen im Hinblick auf ihre praktischen Auswirkungen erörtert.
Der Band befasst sich auch mit der explosionsartigen Zunahme der Popularität von Wagners Musikdramen und ihrer Fähigkeit, auf der Bühne und in Aufnahmen neue Bedeutungen für nachfolgende Generationen zu erlangen. Er befasst sich mit den oft lautstarken Debatten über Gesangs- und Dirigierstile, mit den Ursprüngen von Bayreuth und mit dem Einfluss Wagners auf das Musikleben in New York und Wien.
Das Buch wird die Diskussion über Opernproduktionen im Allgemeinen anregen und den Genuss von Wagners Werken im Opernhaus steigern. Barry Millington ist Autor des Bandes Vintage Master Musicans über Wagner.
Stewart Spencer ist Herausgeber von "Wagner", der Zeitschrift der Wagner-Gesellschaft. Gemeinsam haben sie die "Selected Letters of Richard Wagner" herausgegeben.