
Truth in Advertising?: Lies in Political Advertising and How They Affect the Electorate
Dieses Buch stellt den ersten systematischen Versuch dar, (1) die sachliche Richtigkeit der Behauptungen in einer gesamten politischen Werbekampagne, (2) die in dieser Werbung verwendeten visuellen und akustischen Hinweise und ihre Beziehung zum Ton und zur Richtigkeit der Anzeigen und (3) die Auswirkungen der Richtigkeit der Behauptungen auf das, was die Menschen wissen und wie sie in einer echten Kampagne wählen, zu untersuchen. Die Untersuchung basiert auf einer mehrjährigen, arbeitsintensiven Codierung der sachlichen Richtigkeit aller Behauptungen in den Anzeigen der Präsidentschaftswahlen 2008 sowie der Anzeigen für die Wahlen zum US-Kongress in Minnesota.
Wir zeigen, wie die Genauigkeit politischer Werbeaussagen, die visuelle und akustische Gestaltung der Anzeigen und der Ton der Anzeigen (insbesondere Negativität) mit dem Wahlverhalten zusammenhängen. Wir argumentieren, dass es heute wichtiger denn je ist zu verstehen, wie die Genauigkeit politischer Werbeaussagen die Wähler beeinflusst. Die Forschung hat sich jedoch von der normativen Frage ferngehalten, was ein solcher vermeintlicher Wissenszuwachs bedeutet.
Verbessert der Inhalt der Negativwerbung die Fähigkeiten der Wähler, z.
B. die Fähigkeit, die Positionen der Kandidaten zu bestimmten Themen genau zu bestimmen oder Gründe für ihre Sympathie oder Abneigung gegenüber den Kandidaten auf der Grundlage genauer Informationen über deren Eigenschaften oder Standpunkte zu bestimmten Themen anzugeben? Spielt die Genauigkeit der Informationen in der politischen Werbung eine Rolle für das Wahlverhalten oder die Wahlentscheidung - ob die Wahlbeteiligung steigt oder sinkt? Wäre es in einer Demokratie ausreichend, mehr zu wählen, aber weniger zu wissen, was wahr ist?
Bei der Untersuchung der Auswirkungen des Werbetons wurden solche Fragen zum Werbeton bisher nicht gestellt. Unser Buch behebt diese Lücke. Wir zeigen, dass negative Werbung mit größerer Wahrscheinlichkeit ungenaue Behauptungen aufstellt.
Wir zeigen, dass Werbung, die ungenaue Behauptungen aufstellt, auch eine größere Anzahl von visuellen und akustischen Verzerrungen verwendet, was möglicherweise mehr kognitive Kapazitäten bindet, während sie ihre unwahren Argumente vorbringt. Wir zeigen Zusammenhänge zwischen unzutreffender Werbung und der Wahlbeteiligung insgesamt, der individuellen Wahlbeteiligung und dem individuellen politischen Wissen. Die Nachrichten sind nicht gut in einem Zeitalter der postfaktischen Demokratien.