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Revisiting Waldo's Administrative State: Constancy and Change in Public Administration
Die vorherrschende Vorstellung, dass die beste Regierung durch Managementprinzipien und Geschäftspraktiken erreicht wird, ist kaum neu - sie erinnert an das "Evangelium der Effizienz" aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert, das Dwight Waldo 1948 in seinem bahnbrechenden Buch "The Administrative State" in Frage stellte. Mit der Frage: "Effizienz wozu? "mahnte Waldo, dass die Effizienz der öffentlichen Verwaltung durch einen Rahmen bewusst vertretener demokratischer Werte gestützt werden müsse.
Revisiting Waldo's Administrative State bringt eine Gruppe angesehener Autoren zusammen, die sich kritisch mit den großen Ideen und Themen der öffentlichen Verwaltung auseinandersetzen und hinterfragen, ob die gegenwärtigen Bemühungen um eine "Neuerfindung des Staates", die Förderung der Privatisierung und die Entwicklung neuer Ansätze für das öffentliche Management eine kohärente politische Theorie darstellen, die den komplexen Herausforderungen des Regierens in einer Demokratie gerecht wird. Ausgehend von Waldos Buch überarbeiten und aktualisieren die Autoren seine Schlüsselkonzepte und prüfen ihre Anwendbarkeit für die heutige Zeit.
Das Buch folgt Waldos konzeptionellem Aufbau und untersucht zunächst den materiellen und ideologischen Hintergrund der modernen öffentlichen Verwaltung, Probleme der politischen Philosophie und schließlich besondere Herausforderungen, die mit der heutigen Verwaltungsreform verbunden sind. Es schließt mit einem Ausblick auf "böse" politische Probleme - wie Terrorismus, globale Erwärmung und ökologische Bedrohungen -, deren Ausmaß so global und komplex ist, dass sie sich allen bestehenden Verwaltungsstrukturen und -werten widersetzen werden. Der Schluss des Buches enthält einen Aufruf zur Rückbesinnung auf demokratische Rechenschaftspflicht, Fairness, Gerechtigkeit und Transparenz in der Verwaltung und gibt einen Ausblick auf die künftige Ausrichtung des Denkens in der öffentlichen Verwaltung.
Dieses Buch kann für sich allein stehen, als Kommentar zur Versöhnung von demokratischen Werten und heutigem Regieren oder als Begleiter bei der Lektüre von Waldos klassischem Werk.