Bewertung:

Das Buch ist ein aus zwei Perspektiven geführtes Tagebuch zweier Piloten des Ersten Weltkriegs, John Grider und Elliott Springs, die ihre Erfahrungen im Luftkrieg festhalten. Griders Abschnitte konzentrieren sich auf die Kameradschaft und das soziale Leben der Piloten, während Springs den psychologischen Tribut des Kampfes dokumentiert. Das Buch bietet wertvolle Einblicke in die Realitäten der frühen Luftkriegsführung, wird aber wegen seiner vereinfachenden Schreibweise und des Mangels an konkreten Kampferfahrungen kritisiert.
Vorteile:⬤ Bietet eine einzigartige Ich-Perspektive auf die Luftfahrt des Ersten Weltkriegs
⬤ schildert eindringlich das soziale Leben und die Kameradschaft unter den Piloten
⬤ bietet aufschlussreiche Kommentare zu den psychologischen Auswirkungen des Krieges
⬤ enthält persönliche Anekdoten, die die Realität der frühen Luftkämpfe vermitteln.
⬤ Der Schreibstil gilt als vereinfachend
⬤ einige Leser waren der Meinung, dass es bei der Erörterung des tatsächlichen Luftkampfes an Tiefe fehlte
⬤ die Betonung von Partys und trivialen Angelegenheiten gegenüber Kampferfahrungen enttäuschte einige
⬤ es gab Verwirrung über die Autorenschaft und die Darstellung der Identität des Fliegers.
(basierend auf 14 Leserbewertungen)
War Birds: Diary of an Unknown Aviator
Im Sommer 1917 meldeten sich mehr als zweihundert amerikanische Männer freiwillig zum Dienst im englischen Royal Flying Corps, wo sie für die Alliierten ausgebildet wurden, bis amerikanische Staffeln aufgestellt werden konnten.
John MacGavock Grider, der der Royal Air Force Number 85 Squadron zugeteilt war,.
Er flog SE-5a-Verfolgungsflugzeuge und wurde im Sommer 1918 etwa zwanzig Meilen hinter den deutschen Linien abgeschossen und getötet. Er war kein Held, und auch seine Ausbildung und seine Kampferfahrungen unterschieden sich nicht wesentlich von denen seiner Pilotenkollegen. Er unterscheidet sich nur durch die Aufzeichnungen, die er über seine Erlebnisse in jenem Jahr gemacht hat. Dies ist Griders Geschichte, aber indem er sie erzählt, bezieht er die Meinungen und Vorurteile, die Erfolge und Misserfolge, das Leben und den Tod jener 210 Freiwilligen mit ein. Er schildert die Härte der Ausbildung, die Schrecken des Kampfes und die Erholung durch soziale Aktivitäten.
Von dieser Gruppe wurden zweiundfünfzig in der Ausbildung oder im Kampf getötet, dreißig wurden verwundet, vierzehn gerieten in Kriegsgefangenschaft, und zwanzig brachen die Ausbildung unter dem psychischen Druck der Kampffliegerei ab. Nach dem Krieg kehrten viele dieser Piloten ohne Rang und Orden nach Hause zurück und mussten im Vergleich zu den hochdekorierten Piloten der amerikanischen Front leiden. In diesem Buch geht es nicht darum, diese Männer zu Helden zu machen, sondern vielmehr darum, die Geschichte eines Mannes und seiner Freunde zu erzählen, die im Ersten Weltkrieg als Gäste eines Verbündeten in einem fremden Land für die Vereinigten Staaten kämpften.