Bewertung:

Das Buch wird für seinen laienhaften Schreibstil und das Fehlen solider wissenschaftlicher Beweise kritisiert, da der Autor es versäumt hat, fundierte Forschungsergebnisse vorzulegen. Es wird als irreführend und eher als populärwissenschaftliches Buch denn als akademisches Buch wahrgenommen.
Vorteile:Einige Kapitel bieten neue und augenöffnende Informationen. Der Abschnitt über Beta-Endorphine war für einen Rezensenten besonders interessant.
Nachteile:Der schlampige Schreibstil und die mangelnde Tiefe der Forschung machen die Lektüre frustrierend. Die Autorin unterlässt es, ihre Behauptungen angemessen zu belegen und stellt Meinungen als Fakten dar. Das Buch ist nicht umfassend genug und enthält keine repräsentativen globalen Forschungsergebnisse.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Why We Love: The New Science Behind Our Closest Relationships
Ein Oxforder Evolutionsanthropologe erforscht die immer schwer fassbare Wissenschaft der Liebe.
Was können uns die Sozial- und Lebenswissenschaften über die grundlegendste und am wenigsten quantifizierbare menschliche Erfahrung sagen - die Liebe? Anna Manchin ist an einer möglichst umfassenden Antwort interessiert, die im Gegensatz zu früheren Büchern zu diesem Thema Freundschaft und Familie ebenso berücksichtigt wie romantische Liebe, Polyamorie, Wahlfamilien, queere Liebe und, was besonders berührend ist, die Liebe, die wir für Haustiere, Berühmtheiten und Götter empfinden.
Anna erforscht diese intimen Beziehungen auf den Ebenen der Biologie, Chemie und Neurowissenschaft bis hin zur Psychologie, Soziologie und Evolution, und das in einnehmender, zugänglicher und stets charmanter Prosa.
Anna schreckt aber auch nicht vor den dunkleren Folgen der Liebe zurück - ihrem Suchtcharakter, der uns zu Manipulation, Zwang und sogar Gewalt verleiten oder anfällig dafür machen kann. Und doch ist ihr Buch letztlich ein Plädoyer für die Liebe. Es gibt immer mehr Beweise dafür, dass die Art und Qualität unserer Beziehungen der wichtigste Faktor für unsere Lebenszufriedenheit, unser Glück und unsere körperliche und geistige Gesundheit ist - wichtiger als mit dem Rauchen aufzuhören oder abzunehmen. Die Liebe ist der Kern dessen, was uns zu Menschen macht. Sie ist von Natur aus ineffizient - und in unserer immer hektischer werdenden Welt kann sie leicht in den Hintergrund geraten. Annas Ziel ist es daher, unser Verständnis zu erweitern und unsere Ehrfurcht vor der Komplexität und den Feinheiten des menschlichen Herzens neu zu beleben.
In der großen Tradition von Autoren wie Esther Perel, Alain de Botton, Erich Fromm, Stan Tatkin, Sue Johnson und Helen Fisher bringt uns Annas tiefgründige Forschung und ihr großes Einfühlungsvermögen bei dem ewigen Projekt, uns selbst zu verstehen, viele Schritte voran.