Bewertung:

Das Buch bietet eine fesselnde und informative Erkundung der Architektur der Yongle-Ära der Ming-Dynastie, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, wie Yongles Legitimitätsbedenken sein architektonisches Mäzenatentum und dessen Auswirkungen auf seine Nachfolger beeinflussten.
Vorteile:Fesselnder Schreibstil, informativer Inhalt, interessante historische Einblicke und Enthüllungen über architektonische Techniken.
Nachteile:Es fehlt der Vergleich mit Yongles Yuan- und Song-Vorgängern in Bezug auf architektonische Konstruktionen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
What the Emperor Built: Architecture and Empire in the Early Ming
Als einer der berühmtesten Herrscher in der chinesischen Geschichte erlangte der Yongle-Kaiser (reg. 1402-24) Berühmtheit durch den Bau der prächtigen Verbotenen Stadt in Peking, die Leitung ehrgeiziger Seeexpeditionen und die Erstellung der größten Enzyklopädie der Welt.
What the Emperor Built ist die erste Studie in Buchform, die sich mit den architektonischen Projekten eines einzelnen chinesischen Kaisers befasst. Anhand der kaiserlichen Paläste in Peking, eines daoistischen architektonischen Komplexes auf dem Berg Wudang und eines buddhistischen Tempels an der sino-tibetischen Grenze zeigt Aurelia Campbell, wie Standort, Gestaltung und Nutzung von Yongles Palästen und Tempeln dazu beitrugen, seine Autorität zu festigen und seine Machtübernahme zu legitimieren. Campbell bietet einen Einblick in Yongles Sinn für das Imperium - von den weit entfernten Orten, an denen er baute, über die entfernten Regionen, aus denen er Baumaterialien bezog, bis hin zum Einsatz von Zehntausenden von Handwerkern und anderen Arbeitern.
Durch seine Bauten verband sich Yongle mit dem Göttlichen, interagierte mit seinen Untertanen und erweiterte den kaiserlichen Einfluss über Raum und Zeit hinweg. Diese geschickte Analyse, die sich mit Fragen der architektonischen Gestaltung und der Bautechnologien befasst, zeigt bemerkenswerte Fortschritte in der Holzrahmenbauweise auf und wendet einen kunsthistorischen Ansatz an, um Mäzenatentum, Publikum und Rezeption zu untersuchen und die Gebäude in ihren größeren historischen und religiösen Kontext zu stellen.