
What a Life - From Nazi Germany via Neo-Marxism to American Academia
Was für ein Leben ist ein einzigartiges Buch, das teils Memoiren, teils eine historische Chronik, teils eine sozialpsychologische Abhandlung über die Auswirkungen einer Reihe unterschiedlicher sozialer Systeme auf eine einzelne Seele ist. Es ist das Ergebnis einer lebenslangen Spurensuche, des Nachdenkens und der Introspektion.
Salomon Rettig, emeritierter Professor am Fachbereich Psychologie des Hunter College CUNY, wurde in drei radikal unterschiedliche soziale, politische und wirtschaftliche Systeme des zwanzigsten Jahrhunderts hineingeboren und erlebte diese: Nazismus, Neomarxismus (der israelische Kibbuz) und das akademische System der Vereinigten Staaten von Amerika. Jetzt, in seinen Neunzigern, versucht er, diese verschiedenen Erfahrungen, ihren historischen und politischen Kontext und ihre Auswirkungen auf ihn selbst zu vergleichen, vor allem, was seine Beziehungen zu anderen Menschen betrifft. Die Ergebnisse sind nicht sehr schön.
Er erlebte die Machtergreifung Hitlers in seiner Heimatstadt Berlin und die Entmenschlichung der jüdischen Bevölkerung durch die Nazis, bevor er im Alter von dreizehn Jahren in ein Waisenhaus für jüdische Holocaust-Flüchtlinge im britischen Mandatsgebiet Palästina flüchtete. Anschließend arbeitete er zehn Jahre lang in einem Kibbuz und unterwarf seinen persönlichen Willen dem Willen und den Interessen des Kollektivs.
Schließlich kam er in die Vereinigten Staaten, schloss seine Ausbildung ab und begann eine Karriere als Professor für Sozialpsychologie, gerade als die Vereinigten Staaten in eine historische Nachkriegszeit mit schnellem, beispiellosem Wirtschaftswachstum eintraten. War es die Entfremdung von seiner Kernfamilie in einem sehr jungen Alter, die Assimilation an die Kommune des Kibbuz oder etwas anderes, das zu seiner Unfähigkeit führte, mit den anderen Menschen in seinem Leben in Beziehung zu treten, selbst mit denen, die ihm so nahe standen wie seine erste Frau?