Bewertung:

Das Buch erzählt die zutiefst beunruhigende und herzzerreißende Geschichte eines jungen Mannes, der von den Versäumnissen des Pflegekinderwesens und der Justiz betroffen ist, insbesondere in Lucas County, Ohio. Es beleuchtet die tragischen Umstände seines Lebens und schärft das Bewusstsein für die systemischen Probleme innerhalb der Kinderschutzbehörde (Child Protective Services - CPS).
Vorteile:Gut geschrieben und mit einer sehr eindringlichen Erzählung. Sie bietet wichtige Einblicke in das Pflegefamiliensystem und weckt starke Emotionen. Die Leser schätzten den Umgang der Autorin mit einem sensiblen Thema.
Nachteile:Der Inhalt ist sehr traurig und mag nicht für alle Leser angenehm sein. Einige könnten es aufgrund der schweren Themen schwierig finden, es zu lesen.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
What Happened to Johnnie Jordan?: The Story of a Child Turning Violent
In einer eisigen Nacht vor fünf Jahren ermordete Johnnie Jordan - gerade vierzehn Jahre alt - brutal seine alte Pflegemutter und hinterließ den Staat Ohio schockiert und empört. Er konnte der Polizei nicht sagen, warum er es getan hatte oder wie er sich dabei fühlte; er wusste nur, dass etwas in ihm ihn zum Töten trieb. Damals ahnten nur wenige, wie schnell sich eine Klasse junger so genannter "Super-Raubtiere" herausbilden würde - Kriminelle wie Johnnie, die ohne Gewissen verletzen und töten, und die 1999 durch die Tragödie von Littleton, Colorado, der ganzen Nation vor Augen geführt wurden.
In "Was geschah mit Johnnie Jordan?" wirft die renommierte Journalistin Jennifer Toth, Autorin von "The Mole People" und "Orphans of the Living", erneut einen Blick auf die Menschen in unserer Gesellschaft, die wir so oft vernachlässigen oder gar ignorieren. Während Toth Johnnies Verbrechen und sein Leben untersucht, enträtselt sie die Geheimnisse eines Kindermörders, der nicht in der Lage ist, seine Emotionen zu erkennen, selbst wenn diese in Taten der Wut und des Zorns zusammenlaufen. Im Laufe ihrer Nachforschungen entwickelt sich Johnnie auf gefährliche Weise zu einem jungen Mann, der "wahrscheinlich wieder töten wird", wie er sagt, "obwohl ich es nicht will". Doch er zeigt auch große Freundlichkeit und Fürsorge, wenn er nicht nur als Fallnummer, sondern als Mensch behandelt wird. Anhand von Johnnies erschütternder Geschichte untersucht Toth, wie manche Kinder es schaffen, tragische Anfänge zu überwinden, während andere ihren Schmerz, ihre Wut und ihren Verlust gegen Unschuldige richten.
Dies ist nicht nur eine wunderschön geschriebene Erzählung über eine schiefgelaufene Jugend, sondern auch die Geschichte eines Kinderschutzsystems, das so sehr von der Bürokratie korrumpiert und mit Fällen überhäuft ist, dass viele Kinder, die ihm anvertraut werden, überhaupt nicht betreut werden. Es ist auch die Geschichte einer Stadt im Mittleren Westen, die mit Schuldgefühlen und Wut zu kämpfen hat und nicht in der Lage ist, den Schaden, den ein so junger Täter angerichtet hat, zu verarbeiten. Von Johnnies frühen Jahren auf der Straße bis hin zu seinem umstrittenen Prozess und seiner endgültigen Verurteilung ist What Happened to Johnnie Jordan? ein bahnbrechendes Werk über Jugendgewalt und darüber, wie wir als Gesellschaft daran arbeiten können, sie einzudämmen. Letztlich stellt Toth eine der schwierigsten und wichtigsten Fragen zur Jugendgewalt: Wenn wir nicht kontrollieren können, wie Kinder erzogen werden, wie können wir dann verhindern, dass sie auch andere Leben zerstören?