
What Will Be Already Exists: Temporalities of Cold War Archives in East-Central Europe and Beyond
Wie können Künstlerarchive in radikal veränderten Kontexten überleben und authentisch bleiben? Der Band befasst sich mit der Herausforderung der Kontinuität, Nachhaltigkeit und Institutionalisierung von Archiven, die von osteuropäischen Künstlern gegründet wurden.
Im Mittelpunkt steht das 40-jährige Bestehen des Artpool Art Research Center, das 1979 in Budapest als Untergrundinstitution auf der Grundlage von Gyrgy Galntais Konzept des „Aktiven Archivs“ gegründet wurde. Zehn international renommierte Wissenschaftler schlagen zeitgenössische Interpretationen dieses Konzepts vor und verstehen Künstlerarchive nicht als bloße Quellen der Kunstgeschichte, sondern als Modelle der Selbsthistorisierung.
Die Beiträge geben kenntnisreiche Einblicke in den Wandel der Kunstnetzwerke und institutionellen Landschaften des Kalten Krieges.