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Shifting Livelihoods: Gold Mining and Subsistence in the Choc, Colombia
In den Regenwäldern der Choc-Region im Nordwesten Kolumbiens wird mit verschiedenen Methoden Gold abgebaut: Ländliche afrokolumbianische Bergleute bearbeiten die Hänge mit Handwerkzeugen oder baggern den Schlamm aus den Flussbetten. Wanderbergleute ebnen die Landschaft mit Baggern ein und fangen dann das Gold mit Quecksilber ein.
Kanadische Bergbauunternehmen schürfen im Tagebau nach Mega-Minen. Drogenhändler waschen ihre Kokaingewinne, indem sie Gold nach Kolumbien schmuggeln und behaupten, es stamme aus fiktiven Kleinminen. Anhand einer Ethnografie des Goldes, die die Bewegungen von Menschen, Waren und Kapital untersucht, geht Shifting Livelihoods der Frage nach, wie die Rohstoffgewinnung einen Ort umgestaltet.
In der Choc-Region ermöglicht Gold Formen der "Verschiebung" (rebusque) - eine Metapher für die fluide Existenzstrategie, die sowohl von Waldbewohnern als auch von zugewanderten Goldschürfern auf der Suche nach informeller Arbeit inmitten eines Drogenkriegs angewendet wird. Die Auswirkungen des Bergbaus auf die Landbevölkerung, die Unternehmen und die Politik werden in diesem feinkörnigen Bericht über das tägliche Leben in einer von Gold und Kokain dominierten regionalen Wirtschaft aufgezeigt.