
Pathways to Ruin: High-Risk Offending Over the Life Course
Personen, die im Laufe ihres Lebens eine Reihe von Straftaten begangen haben, haben komplexe, vielschichtige Lebenserfahrungen gemacht, die häufig durch extreme Benachteiligung und Viktimisierung gekennzeichnet sind.
Diejenigen, die vom kanadischen Strafjustizsystem offiziell als Hochrisikopersonen eingestuft werden, sind häufig wegen Gewalt- oder Sexualdelikten vorbestraft. Infolgedessen werden sie nach Beendigung ihrer Haftstrafe in der Regel einer zusätzlichen Überwachung in der Gemeinschaft unterzogen.
Pathways to Ruin (Wege ins Verderben) entwirrt die zahlreichen Elemente und Wege, die zu hohen Rückfallquoten führen, indem es sich auf die Entwicklungsphasen der Kindheit, der Jugend und des Erwachsenseins konzentriert. In dem Buch wird anhand von Fallstudien der gesamte kriminelle Werdegang von Personen betrachtet, indem die Umstände und Faktoren untersucht werden, die zu Annahmen oder offiziellen Einstufungen von Risikoverhalten beitragen. Erin Gibbs Van Brunschot und Tamara Humphrey revidieren die in der Gesellschaft verbreiteten Kriminalitätserzählungen und stützen sich stattdessen auf soziologische und kriminologische Perspektiven, um historische, soziale und persönliche Zusammenhänge zu ermitteln, die die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Straftat zu erhöhen scheinen.
Sie überlegen auch, wie negative Lebenserfahrungen aufgearbeitet werden können, um die Entwicklung zu schweren Straftaten zu verhindern. Pathways to Ruin verringert die soziale Distanz, die die gesetzestreue Öffentlichkeit gegenüber Randgruppen empfinden kann, und zeigt auf, wie die Rechtssysteme diesen Menschen besser helfen könnten, und erkennt die vielen verpassten Gelegenheiten für Mitgefühl an.