Bewertung:

Dom Moraes' „Gone Away“ ist ein nachdenklicher Bericht über seine Reise durch Indien im Jahr 1955, der ein Gleichgewicht zwischen der Schönheit und der Hässlichkeit des Landes inmitten seiner tief verwurzelten Korruption und gesellschaftlichen Probleme herstellt. Es ist eine persönliche und politische Erkundung, die sowohl bei Bewunderern als auch bei Kritikern Indiens Anklang findet.
Vorteile:Das Buch bietet eine ausgewogene Sicht auf Indien, indem es sowohl die Schönheit als auch die harte Realität des Landes zeigt. Moraes' Schreibstil ist fesselnd und zugänglich und macht das Buch zu einer lohnenden Lektüre für alle, die sich für komplexe Themen der indischen Gesellschaft in einer bedeutenden historischen Periode interessieren.
Nachteile:Einige Leser könnten die Darstellung Indiens als zu düster empfinden, da der Schwerpunkt auf Korruption und sozialen Problemen liegt, die das Land weniger attraktiv erscheinen lassen. Die Perspektive könnte auch veraltet wirken, da der Bericht über 50 Jahre alt ist und möglicherweise nicht den aktuellen Zustand des Landes widerspiegelt.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Gone Away - A John Murray Journey
(Einführung von Jeet Thayli, Autor des für den Booker Prize nominierten Romans Narcopolis).
Im Alter von 20 Jahren kehrte Dom Moraes - bereits ein gefeierter Dichter, der später als einer der besten indischen Schriftsteller gelten sollte - nach seinem Studium in England in seine Heimat Indien zurück. Nach einem Aufenthalt in Delhi, wo er Jawaharlal Nehru und den jungen Dalai Lama kennenlernte, begab er sich auf eine Reise durch Nordindien, Nepal und Sikkim in einer Zeit politischer Spannungen und der drohenden Invasion durch China.
Brillant, neugierig und altklug, selten ohne ein Getränk in der Hand, geriet er in außergewöhnliche Situationen - unter anderem wohnte er in einem nepalesischen Palast mit einem dort lebenden Bären und wurde von chinesischen Soldaten beschossen und gejagt. Gone Away schildert diese Abenteuer mit dem Blick des Dichters für Details und der Leuchtkraft und dem Humor, für die Moraes bekannt war.