Bewertung:

Das Buch „White Freedom“ von Stovall bietet eine wissenschaftliche Diskussion über die Überschneidung von Freiheit, Ethnie und Patriotismus in der amerikanischen Geschichte. Es geht der Frage nach, warum bestimmte patriotische Symbole mit Ideologien koexistieren, die Minderheitsgruppen Rechte verweigern. Während einige Rezensenten die tiefgründige Analyse komplexer Konzepte schätzen, kritisieren andere das Buch als parteiisch, revisionistisch und ohne historische Genauigkeit.
Vorteile:Das Buch bietet eine eingehende akademische Perspektive auf ein komplexes Thema und untersucht sorgfältig den historischen Kontext von Freiheit und Ethnie in Amerika. Es versucht, verwirrende gesellschaftliche Zusammenhänge verständlich zu machen, und verwendet einen zuverlässigen, historisch fundierten Ansatz.
Nachteile:Das Buch ist stellenweise etwas langatmig, und sein akademischer Charakter könnte diejenigen abschrecken, die am meisten davon profitieren würden. Einige Kritiker bezeichnen es als geschichtsrevisionistisch, politisch motiviert und mehr auf Missstände als auf historische Fakten ausgerichtet.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
White Freedom: The Racial History of an Idea
Das rassistische Erbe hinter der westlichen Idee von Freiheit
Die Epoche der Aufklärung, aus der unsere modernen Vorstellungen von Freiheit und Demokratie hervorgingen, war auch die Blütezeit des transatlantischen Sklavenhandels. Amerika, eine Nation, die auf dem Prinzip der Freiheit gegründet wurde, ist auch eine Nation, die auf afrikanischer Sklaverei, dem Völkermord an den amerikanischen Ureinwohnern und systematischer Rassendiskriminierung beruht. White Freedom zeichnet die komplexe Beziehung zwischen Freiheit und Ethnie vom 18. Jahrhundert bis heute nach und zeigt auf, wie frei zu sein bedeutet, weiß zu sein.
Tyler Stovall erforscht die miteinander verwobene Geschichte von Rassismus und Freiheit in Frankreich und den Vereinigten Staaten, den beiden führenden Nationen, die Freiheit als Kern ihrer nationalen Identität beanspruchen. Er untersucht, wie französische und amerikanische Denker Freiheit rassistisch definierten und Freiheit als einen Aspekt und ein Privileg des Weißseins betrachteten. Er erörtert, wie die Freiheitsstatue - ein Geschenk Frankreichs an die Vereinigten Staaten und vielleicht das berühmteste Freiheitssymbol der Welt - den europäischen Einwanderern sowohl Freiheit als auch Weißsein versprach. Stovall führt die Leser vom Zeitalter der Revolution bis in die heutige Zeit und stellt die Vorstellung in Frage, dass Rassismus ein Paradoxon oder ein Widerspruch in der demokratischen Tradition ist, indem er aufzeigt, wie die weiße Identität den westlichen Vorstellungen von Freiheit innewohnt. In der gesamten Geschichte der modernen westlichen liberalen Demokratie war die Freiheit lange Zeit die Freiheit der Weißen.
White Freedom ist ein bedeutendes wissenschaftliches Werk, das mit Sicherheit eine breite Leserschaft anziehen und die zeitgenössischen Debatten verändern wird. Es bietet wichtige neue Perspektiven auf den inhärenten Rassismus, der hinter unseren wertvollsten Überzeugungen über Freiheit und Menschenrechte steht.