Bewertung:

Das Buch „Weiße Schatten in der Südsee“ erkundet die Marquesas-Inseln mit den Augen des Autors Frederick O'Brien, der 1913 dort lebte. Es bietet einen reichhaltigen historischen Kontext und farbenfrohe Beschreibungen, die den Leser sowohl fesseln als auch gelegentlich in die Irre führen. Die Erzählung fängt die Spannung zwischen der lokalen Kultur und den Einflüssen der westlichen Zivilisation ein. Die Aufmachung des Buches hat jedoch Kritik hervorgerufen.
Vorteile:⬤ Fesselnde und reichhaltige historische Darstellung der Marquesas-Inseln und ihrer Kultur.
⬤ Lebendige und farbenfrohe Beschreibungen von Landschaft und Menschen.
⬤ Bietet Einblicke in die Auswirkungen der westlichen Zivilisation auf die indigenen Kulturen.
⬤ Manche Leser finden es fesselnd und romantisch, so dass sie gerne weiterlesen.
⬤ Der Schreibstil kann übermäßig blumig sein und spricht vielleicht nicht alle Leser an.
⬤ Einige Kritiken bezüglich politischer Korrektheit und überholter Ansichten werden angemerkt.
⬤ Probleme mit der Darstellung, wie z. B. die kleine Schriftgröße und die mittelmäßige Bildqualität, wurden erwähnt.
⬤ Einige Leser fanden das Buch im Vergleich zu anderen Werken zu ähnlichen Themen weniger ansprechend.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
White Shadows in the South Seas
Vait-hua war ganz und gar wild; was auch immer die Missionare an Verwirrung gebracht hatten, war verblasst, als die schwindende Bevölkerung die Insel ihren eigenen Leuten überließ. In den Köpfen meiner glücklichen Gefährten in der vai puna hatte Bescheidenheit nicht mehr mit Kleidung zu tun als bei uns mit Essen....
Wilde Völker können unsere Philosophie, unsere komplexen Handlungsgrundlagen niemals verstehen. Sie mögen unsere Manieren nachahmen, unseren Schmuck tragen und unsere Gesellschaft suchen, aber ihre Seelen bleiben gleichgültig. Sie lachen, wenn wir stumpfsinnig sind.
Sie weinen, wenn wir ungerührt sind. Ihre Götter und Teufel sind nicht die unseren. -Aus Kapitel VII In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg unternahm der amerikanische Schriftsteller FREDERICK O'BRIEN (1869-1932) eine große Reise in den Südpazifik, und die Trilogie von Büchern, die er nach seiner Rückkehr schrieb, entfachte einen neuen Durst nach allem Exotischen, weit Entfernten und herrlich "Unzivilisierten".
Der erste dieser Bände, White Shadows in the South Seas aus dem Jahr 1919, war seinerzeit ein riesiger Bestseller, und das ist kein Wunder. O'Brien schwärmt von den Menschen und der Kultur der Marquesas-Insel und berichtet von einem Jahr voller schläfriger Nachmittage und Nächte, die er im geheimnisvollen Mondlicht verbrachte, um an den Sandstränden spazieren zu gehen und die Inselbrise zu genießen. Doch O'Briens Buch ist kein bloßer Reisebericht: Obwohl er uns schöne junge Inselbewohnerinnen mit Namen wie "Vanquished Often" und "Malicious Gossip" vorstellt und die Launen der einheimischen Küche und die zeitmessende Kraft von Zigaretten erörtert, debattiert er auch über das Gute und das Schlechte, das westliche Händler und christliche Missionare angerichtet haben, und denkt über das Erbe nach, das der Einfluss von außen auf die Insel haben wird.
O'Brien bietet eine einzigartige Perspektive auf die alten Südseekulturen, die gerade im Begriff waren, zu verschwinden. INTERESSANT FÜR: Reisende im Sessel, Amateur-Anthropologen, Leser von interkulturellen Studien.