Bewertung:

Das Buch bietet eine Analyse der US-Politik und der politischen Maßnahmen, die Afroamerikaner betreffen, und zeichnet die historischen Entwicklungen von den späten 1970er Jahren bis zur Bush-Regierung nach. Es wird für seine relevanten Einsichten und seine wissenschaftliche Herangehensweise gelobt, aber einige Kritiken heben selektive Auslassungen und eine mangelnde Auseinandersetzung mit bestimmten komplexen Identitätsfragen und politischen Dynamiken hervor.
Vorteile:⬤ Von hoher Relevanz für den aktuellen politischen Diskurs, insbesondere in Bezug auf die Trump-Administration und ihre Wurzeln in früheren Politiken.
⬤ Gut recherchiert und wissenschaftlich, mit historischem Kontext und durchdachter Analyse von Ethnie und Politik.
⬤ Klar geschrieben und umfassend in der Aufschlüsselung der Politik der Reagan-Ära und ihrer Auswirkungen auf Afroamerikaner.
⬤ Erhielt positive Kritiken für den Zustand und die Eignung für den akademischen Bereich.
⬤ Einige Leser finden, dass es selektiv wichtige Aspekte ignoriert, insbesondere die Kritik an der Politik der Demokratischen Partei.
⬤ Andere argumentieren, dass es die Komplexität der sich überschneidenden Identitäten in der Diskussion über Ethnie und Politik nicht vollständig anspricht.
⬤ Das Buch wurde von einigen als parteiischer Estrich bezeichnet, der konservative Leser verprellen könnte, was zu dem Vorwurf führt, die Hoffnung zu zerstören.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
White Nationalism, Black Interests: Conservative Public Policy and the Black Community
Der Aufstieg der konservativen Bewegung in den Vereinigten Staaten in den letzten zwei Jahrzehnten zeigt sich in der aktuellen öffentlichen Politik, einschließlich der Verabschiedung des Welfare Reform Act, der Schwächung der Affirmative Action und der Genehmigung von Bildungsgutscheinen für Privatschulen.
Gleichzeitig verbieten neue Regeln zur Neueinteilung der Kongressbezirke den Gesetzgebern, mehrheitlich schwarze Kongressbezirke einzurichten, und Schwarze werden weiterhin unverhältnismäßig häufig inhaftiert und zum Tode verurteilt. In dieser bedeutenden neuen Studie argumentiert der renommierte Politikwissenschaftler Ronald W.
Walters, dass die konservative Bewegung in dieser Zeit einen übermäßigen Einfluss auf die amerikanischen Regierungsinstitutionen hatte und dass eine starke, wenn auch oft unausgesprochene Rassenfeindlichkeit die von konservativen Politikern verfolgte Politik bestimmt. Walters zeichnet die Entstehung dessen nach, was er einen neuen weißen Nationalismus nennt, und zeigt, wie dieser die konservative Bewegung antreibt, in den öffentlichen Diskurs eindringt und eine Politik hervorbringt, die die Interessen weißer Wähler auf Kosten von Schwarzen und anderen Nicht-Weißen schützt. Anhand historischer und aktueller Beispiele weißer nationalistischer Politik sowie empirischer Meinungsdaten zeigt Walters, in welchem Maße diese Ideologie unter weißen Wählern verbreitet ist und welche negativen Auswirkungen ihre Politik auf die schwarze Gemeinschaft hat.
White Nationalism, Black Interests bezeichnet die gegenwärtige Periode als "zweite Reconstruction" und vergleicht die rassistische Dynamik in der Zeit nach der Bürgerrechtsbewegung mit der der ersten Reconstruction nach dem Ende des Bürgerkriegs. Walters' Analyse der zeitgenössischen Rassenpolitik ist für Wissenschaftler und Laien gleichermaßen wertvoll und wird sicherlich weitere öffentliche Debatten auslösen.