Bewertung:

Dieses Buch erzählt von der Reise eines polnischen Journalisten durch Sibirien, der die harte Realität der Region nach der Sowjetunion erkundet und dabei Themen wie Sucht und Verzweiflung anspricht, aber auch eine faszinierende Reiseerzählung liefert. Das Buch erhält jedoch gemischte Kritiken: Einige loben die Einblicke und die fesselnde Erzählung, während andere das Buch wegen Ungenauigkeiten und Voreingenommenheit kritisieren.
Vorteile:Faszinierende und fesselnde Geschichte, herausragende Reiseliteratur, fesselnder Bericht über die Reise des Autors und seine Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen, der die verborgenen Schrecken der postsowjetischen Ära mit Humor und Erzählungen aus dem wirklichen Leben darstellt.
Nachteile:Von einigen Rezensenten als fehlgeleitet und irreführend empfunden, wegen persönlicher Voreingenommenheit und Übertreibungen kritisiert, stellt eine negative und verzerrte Sicht auf Sibirien dar, die möglicherweise nicht das ganze Bild widerspiegelt, und enthält Ungenauigkeiten, die einige Leser als beleidigend empfanden.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
White Fever: A Journey to the Frozen Heart of Siberia
Niemand, der bei Verstand ist, reist mitten im Winter in einem umgebauten russischen Jeep durch Sibirien, nur mit einem CD-Player (der am ersten Tag kaputt geht) als Begleitung. Aber Jacek Hugo-Bader ist kein gewöhnlicher Reisender.
Geburtstag macht sich Jacek Hugo-Bader auf den Weg, um von Moskau nach Wladiwostok zu fahren und dabei einen Kontinent zu durchqueren, der zweieinhalb Mal so groß ist wie Amerika, auf dem es von Banditen nur so wimmelt und auf dem die Straßen nicht immer gut ausgebaut sind.
Doch auch wenn seine Mission verrückt klingt, so passt sie doch zu dem Land, das er besucht. Denn Sibirien liegt langsam im Sterben - oder besser gesagt, es bringt sich selbst um. Dies ist eine traumatisierte postkommunistische Landschaft, die von Obdachlosen und Hoffnungslosen bevölkert ist: Alkoholismus ist endemisch, ebenso wie Selbstmorde, Morde und Todesfälle durch AIDS. Als er diese Gemeinschaften kennenlernt und mit den Menschen spricht, entdeckt Hugo-Bader viel Tragisches, aber auch dunklen Humor, den er mit den Rentierhirten, den ehemaligen Hippies, den modernen Rappern, den Obdachlosen und Kranken, den Schamanen und den Anhängern eines der sechs russischen Christusse“ teilt, nur eine der vielen geheimnisvollen Religionen, die in dieser isolierten, unmöglichen Region blühen.