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When Architecture Meets Activism: The Transformative Experience of Hank Williams Village in the Windy City
Diese sozialgeschichtliche und kommunale Studie dokumentiert die Ereignisse rund um den Versuch von Gemeindemitgliedern, Aktivisten und VISTA-Architekten, sich gegen den geplanten Bau eines Community College im Stadtteil Uptown zu wehren.
Planer und Architekten werden selten als Anwälte der armen Stadtbevölkerung wahrgenommen. In den 1960er Jahren begannen jedoch Planer und Architekten der Neuen Linken mit marginalisierten Gruppen in den Städten zusammenzuarbeiten, um Alternativen zu Stadterneuerungsprojekten zu entwerfen.
Dies war Teil einer nationalen Planungsbewegung, die in städtischen Gebieten wie Chicago Gestalt annahm. Inspiriert von den Kritikern des rationell-komprehensiven Planungsmodells wandten sich die Planer der Advocacy-Bewegung gegen die Auferlegung von Projekten in den Stadtvierteln, die oft ohne die Mitwirkung der Bewohner durchgeführt wurden. Ein Beispiel für diesen Widerstand war Hank Williams Village, ein Mehrzweck-Wohnungs- und Geschäftssanierungsprojekt nach dem Vorbild einer Südstaatenstadt.
Das Village war ein Versuch, die Verdrängung Tausender Weißer aus den Südstaaten durch den geplanten Bau eines Community College in Chicagos Stadtteil Uptown zu verhindern. Der Plan für das Dorf fand zwar nicht die Unterstützung der örtlichen Stadterneuerungskommission, doch die Arbeit der jungen VISTA-Architekten war für ihre spätere berufliche Laufbahn von entscheidender Bedeutung und stellte somit eine prägende persönliche und berufliche Erfahrung dar.