Wenn Damen stehlen: Ladendiebe aus der Mittelschicht im viktorianischen Kaufhaus

Bewertung:   (4,7 von 5)

Wenn Damen stehlen: Ladendiebe aus der Mittelschicht im viktorianischen Kaufhaus (S. Abelson Elaine)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch „When Ladies Go A-Thieving“ von Elaine S. Abelson untersucht die komplexen Zusammenhänge rund um das Phänomen des weiblichen Ladendiebstahls in Kaufhäusern der Mittelschicht im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Sie befasst sich mit Themen wie Klassenidentität, Konsumkultur und den sich wandelnden Rollen der Frauen, insbesondere mit der Frage, wie die gesellschaftlichen Vorstellungen mit der Realität des weiblichen Einkaufsverhaltens interagierten. Die Leserinnen und Leser lobten das Buch für seine fesselnde Prosa und die gründliche Recherche, wiesen aber auf die Einschränkungen bei der Behandlung der Ethnie und mögliche Übergeneralisierungen hin.

Vorteile:

Fesselnder und zugänglicher Schreibstil.
Gründliche Analyse des sozialen Kontextes und der Klassendynamik.
Reichhaltige Verwendung von Primärquellen wie Tagebüchern und Fachzeitschriften.
Denkanstöße zur Konsumkultur und zur Rolle der Frau.
Bietet eine neue Perspektive auf historische Ereignisse im Zusammenhang mit Ladendiebstahl und Kaufhäusern.

Nachteile:

Einige Wiederholungen von Ideen und gelegentliche Abschweifungen von den Hauptthemen.
Fehlende Diskussion über Ethnie und Ethnizität.
Behauptungen über Kleptomanie und Ladendiebstahl sind möglicherweise nicht ausreichend belegt.
Gewisse Kritikpunkte hinsichtlich der Annahmen und der Behandlung der Rolle der Frau im Konsumverhalten.

(basierend auf 5 Leserbewertungen)

Originaltitel:

When Ladies Go A-Thieving: Middle-Class Shoplifters in the Victorian Department Store

Inhalt des Buches:

Im Mittelpunkt dieses Buches stehen die Frauen der städtischen Mittelschicht als Teilnehmerinnen an neuen Formen der Konsumkultur. In der besonderen Welt der Kaufhäuser sahen sich die Frauen herausgefordert, den Verlockungen des Konsums zu widerstehen.

Viele gaben nach und kauften sowohl das, was sie brauchten, als auch das, was sie begehrten, aber sie stahlen auch, was so leicht verfügbar schien. Gegen diese Frauen aus der Mittelschicht standen das Management, die Detektive und die Angestellten der Kaufhäuser.

Abelson argumentiert, dass die Frauen der Mittelschicht, nicht aber die der Arbeiterklasse, im Interesse der Verschleierung dieser dunklen Seite des Konsumverhaltens Ladendiebstähle begehen und sich auf eine unheilbare Krankheit berufen durften - die Kleptomanie. Die Erfindung der Kleptomanie durch Psychiater und die Übernahme dieser Ideologie der weiblichen Schwäche durch den Einzelhandel, die Zeitungen, die Öffentlichkeit, die beschuldigten Frauen selbst und sogar die Gerichte zeigt, wie eine Geschlechteranalyse es den Befürwortern des Konsumkapitalismus ermöglichte, dessen Widersprüche zu verschleiern.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780195071429
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:1992
Seitenzahl:320

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