Wenn das Geld stirbt: Der Alptraum von Defizitausgaben, Abwertung und Hyperinflation im Weimarer Deutschland

Bewertung:   (4,4 von 5)

Wenn das Geld stirbt: Der Alptraum von Defizitausgaben, Abwertung und Hyperinflation im Weimarer Deutschland (Adam Fergusson)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Wenn das Geld stirbt“ von Adam Fergusson untersucht die Hyperinflation, die in Weimar nach dem Ersten Weltkrieg auftrat, und beschreibt ihre katastrophalen Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft. Das Buch ist eine Mischung aus historischen Fakten, persönlichen Berichten und wirtschaftlicher Analyse, die es zu einer bedeutenden Studie über die Auswirkungen der Inflation macht und Parallelen zu modernen wirtschaftlichen Herausforderungen zieht.

Vorteile:

Das Buch ist gut recherchiert und bietet tiefe Einblicke in die Ursachen und Folgen der Hyperinflation, wobei persönliche Erzählungen und historische Daten wirkungsvoll miteinander kombiniert werden. Es wird als fesselnde und informative Lektüre beschrieben, die auch für heutige Leser von Bedeutung ist, insbesondere wenn es darum geht, die Inflation und ihre weitreichenden Auswirkungen zu verstehen. Fergussons einnehmender Schreibstil erweckt die düstere Thematik zum Leben und macht sie auch für diejenigen zugänglich, die mit den wirtschaftlichen Konzepten nicht vertraut sind.

Nachteile:

Die Leser merkten an, dass die Prosa aufgrund der komplexen historischen Terminologie und des sich wiederholenden Charakters der Inflationserzählung dicht und manchmal schwierig zu verstehen ist. Einige waren der Meinung, dass das Buch von klareren Verbindungen zwischen historischen Ereignissen und modernen Parallelen profitieren könnte. Außerdem werden bestimmte Charaktere und Wirtschaftstheorien nicht im Detail untersucht, was dazu führen könnte, dass sich die Leser mehr Tiefe wünschen, um die Entscheidungsprozesse hinter den Ereignissen zu verstehen.

(basierend auf 274 Leserbewertungen)

Originaltitel:

When Money Dies: The Nightmare of Deficit Spending, Devaluation, and Hyperinflation in Weimar Germany

Inhalt des Buches:

Wenn das Geld stirbt" ist die klassische Geschichte darüber, was passiert, wenn die Währung eines Landes so stark abwertet, dass sie nicht mehr zu retten ist. Im Jahr 1923, als die Währung praktisch wertlos war (der Wechselkurs lag im Dezember desselben Jahres bei einem Dollar für 4.200.000.000.000 Mark), war die deutsche Republik praktisch auf eine Tauschwirtschaft reduziert.

Teure Zigarren, Kunstwerke und Juwelen wurden routinemäßig gegen Grundnahrungsmittel wie Brot getauscht; eine Kinokarte konnte für einen Klumpen Kohle gekauft werden und eine Flasche Petroleum für ein Seidenhemd. Die Menschen sahen hilflos zu, wie ihre Ersparnisse verschwanden und ihre Angehörigen verhungerten.

Die deutschen Finanzen stürzten ins Chaos, und es kam zu schweren sozialen Unruhen. Geld wird zwar nicht mehr in den großen Mengen des Jahres 1923 gedruckt und verteilt. Doch die "quantitative Lockerung", dieser moderne Euphemismus für die heimliche Defizitfinanzierung im elektronischen Zeitalter, kann nicht weniger zu einem Angriff auf die Währungsdisziplin werden.

Was auch immer der Grund für das Defizit eines Landes ist - Notwendigkeit oder Verschwendung, mangelnde Bereitschaft zur Besteuerung oder Blindheit gegenüber Ausgaben - es ist verführerisch anzunehmen, dass, wenn der Tag der Abrechnung verschoben wird, die wirtschaftliche Erholung rechtzeitig kommen wird, um höhere Arbeitslosigkeit oder eine tiefere Rezession zu verhindern. Was aber, wenn dies nicht der Fall ist? Deutschland im Jahr 1923 liefert ein anschauliches, überzeugendes und ernüchterndes Beispiel für die Moral.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781586489946
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch

Kauf:

Derzeit verfügbar, auf Lager.

Ich kaufe es!

Weitere Bücher des Autors:

Wenn das Geld stirbt: Der Alptraum von Defizitausgaben, Abwertung und Hyperinflation im Weimarer...
Wenn das Geld stirbt" ist die klassische...
Wenn das Geld stirbt: Der Alptraum von Defizitausgaben, Abwertung und Hyperinflation im Weimarer Deutschland - When Money Dies: The Nightmare of Deficit Spending, Devaluation, and Hyperinflation in Weimar Germany

Die Werke des Autors wurden von folgenden Verlagen veröffentlicht: