Bewertung:

Das Buch von Dr. Angela Parker ist ein beeindruckendes Werk, das traditionelle Bibelauslegungen in Frage stellt und die Bedeutung der schwarzen und braunen Perspektive in der Theologie hervorhebt. Es kritisiert die Irrtumslosigkeit und Unfehlbarkeit biblischer Texte im Kontext der weißen Vorherrschaft und plädiert nachdrücklich für einen inklusiveren und gerechteren Ansatz in der biblischen Wissenschaft. Das Buch verbindet persönliche Erzählungen mit rigoroser Wissenschaft und findet bei den Leserinnen und Lesern großen Anklang, insbesondere bei denen aus marginalisierten Schichten.
Vorteile:⬤ Nachdenklich stimmende und wirkungsvolle Argumente über die Überschneidung von weißer Vorherrschaft und biblischer Auslegung.
⬤ Gut geschrieben und zugänglich für theologisch interessierte Leser.
⬤ Ermutigt die Leserinnen und Leser, sich mit Theologie und Schrift aus verschiedenen Perspektiven auseinanderzusetzen und dabei auch marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen.
⬤ Bietet persönliche Geschichten, die den wissenschaftlichen Diskurs bereichern.
⬤ Geeignet für ein akademisches und ein Laienpublikum, das ein breiteres Verständnis der biblischen Texte fördert.
⬤ Kann für Leser mit evangelikalem Hintergrund aufgrund der herausfordernden Perspektiven auf traditionelle Lehren unangenehm sein.
⬤ Einige Leser könnten die Konzepte entweder zu komplex oder kontrovers finden.
⬤ Das Buch ist nicht als Gelegenheitslektüre gedacht, was diejenigen abschrecken könnte, die auf der Suche nach einfacher theologischer Literatur sind.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
If God Still Breathes, Why Can't I?: Black Lives Matter and Biblical Authority
Eine Infragestellung der Lehre von der Irrtumslosigkeit der Bibel, die in Frage stellt, wie Christen mehr über den Weg des Weißseins als über den Weg Jesu gelehrt werden.
Angela Parker wurde nicht nur zu einer Bibelwissenschaftlerin ausgebildet, sondern auch zu einer weißen, männlichen Bibelwissenschaftlerin.
Sie ist weder weiß noch männlich.
Dr. Parkers Erfahrung, dass ihr beigebracht wurde, ihre verkörperte Identität aufzugeben, um sich in das erdrückende Konstrukt des Weißseins zu pressen, ist unter amerikanischen Christen weit verbreitet, unabhängig von ihrer Ethnie, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrem Geschlecht oder ihrer sexuellen Orientierung. Dieses Buch benennt die Machtstruktur, die hinter dieser Erfahrung steht, als das, was sie ist: Weißer suprematistischer Autoritarismus.
Aus ihrer Perspektive als neutestamentliche Frauenrechtlerin beschreibt Dr. Parker, wie sie gelernt hat, eine der verhängnisvollsten Lügen des weißen Christentums zu dekonstruieren: die Verquickung von biblischer Autorität mit den Lehren von Irrtumslosigkeit und Unfehlbarkeit. Wie Dr. Parker zeigt, geht es bei diesen Doktrinen weniger um den Text der Bibel selbst als vielmehr um die Schiedsrichter ihrer Auslegung - historisch gesehen weiße Männer in Machtpositionen, die die Heilige Schrift benutzt haben, um die Kontrolle über Randgruppen zu rechtfertigen.
Dieser bedrückende Umgang mit der Bibel hat uns erstickt. Um wieder atmen zu lernen, sagt Dr. Parker, müssen wir "Gott in uns atmen lassen". Wir müssen die Bibel als autoritativ, aber nicht autoritär lesen. Wir müssen uns der Besonderheit unserer Identität bewusst werden, so wie wir uns auch der besonderen Identität der biblischen Autoren, von denen wir uns inspirieren lassen, bewusst werden. Und wir müssen darauf vertrauen und uns daran erinnern, dass, solange Gott noch atmet, auch wir atmen können.