Bewertung:

Das Buch „Stake in the Heart“ (Pfahl im Herzen) von Norman Golb vertritt eine kontroverse Ansicht über die Ursprünge der Schriftrollen vom Toten Meer und argumentiert gegen die weithin akzeptierte Theorie der „Qumran-Gemeinschaft der Essener“. Golbs Analyse weist auf die Möglichkeit hin, dass die Schriftrollen nicht von einer einzigen Sekte, sondern von verschiedenen Bibliotheken in Jerusalem stammen und wirft Fragen des akademischen Fehlverhaltens auf diesem Gebiet auf. Während das Buch für seine überzeugende Argumentation und gründliche Recherche gelobt wird, empfinden einige Leser es als zu technisch, zu dicht und voller wissenschaftlichem Ärger, der das Leseerlebnis beeinträchtigen kann.
Vorteile:⬤ Präsentiert ein starkes Argument gegen die etablierte Theorie der Qumran-Gemeinschaft.
⬤ Gut recherchiert mit umfangreichen Referenzen und Anmerkungen.
⬤ Zeigt ernsthafte Probleme akademischer Voreingenommenheit und Fehlverhaltens auf.
⬤ Fesselt Leser, die an der Geschichte des frühen Judentums und Christentums interessiert sind.
⬤ Bietet eine neue Perspektive, die zum kritischen Nachdenken über etablierte wissenschaftliche Ansichten anregt.
⬤ Der Text kann dicht und technisch sein, was die Lektüre für manche schwierig macht.
⬤ Der Ton des Autors wird oft als wütend und voreingenommen beschrieben, was die Lesbarkeit beeinträchtigen kann.
⬤ Einige Kritikpunkte betreffen faktische Ungenauigkeiten und Interpretationen von Beweisen.
⬤ Das Buch kann aufgrund seiner Ausführlichkeit und seines akademischen Stils als lang und ermüdend empfunden werden.
(basierend auf 16 Leserbewertungen)
Who Wrote the Dead Sea Scrolls?: The Search for the Secret of Qumran
In Who Wrote the Dead Sea Scrolls? verschärft Professor Norman Golb die Debatte über die Ursprünge der Schriftrollen und argumentiert, dass sie nicht das Werk einer kleinen, in der Wüste lebenden Randsekte waren, sondern von verschiedenen Gruppen von Juden geschrieben und aus den Bibliotheken Jerusalems herausgeschmuggelt wurden
Norman Golb enträtselt das Geheimnis hinter dem Gelehrtenmonopol, das die Schriftrollen viele Jahre lang kontrollierte, und erörtert seine Rolle als Schlüsselfigur in dem erfolgreichen Kampf, die Schriftrollen sowohl für Gelehrte als auch für Studenten allgemein zugänglich zu machen.