Bewertung:

Das Buch ist eine umfassende Untersuchung der Internet-Governance und behandelt komplexe Fragen zu Kontrolle, Zugang und Freiheit im Internet. Es präsentiert eine kohärente und überzeugende Analyse aus einer akademischen Perspektive, so dass es für allgemeine Leser zugänglich ist, während es für Wissenschaftler tiefgründig bleibt.
Vorteile:Der Autor befasst sich auf effektive Weise mit den entscheidenden Fragen, wer das Internet regiert und welche Politik es prägt. Das Buch ist trotz seines akademischen Charakters gut geschrieben und leicht zu lesen. Es enthält intelligente Argumente, die für die aktuellen Debatten im Bereich des Internetrechts und der Internetpolitik relevant sind, so dass es sowohl für allgemeine Leser als auch für Wissenschaftler geeignet ist.
Nachteile:Das Buch ist akademisch und möglicherweise nicht für jeden eine leichte Lektüre, möglicherweise eine Herausforderung für diejenigen, die keinen Hintergrund in Sozialpolitik oder Technologie haben. Einige Leser könnten es aufgrund seines Schwerpunkts auf theoretischen Rahmenwerken als zu komplex oder zu dicht empfinden.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Who Governs the Internet?: A Political Architecture
Sowohl in der Öffentlichkeit als auch in Teilen der Wissenschaft herrscht nach wie vor die weit verbreitete Auffassung, das Internet sei "unregierbar".
Diese Vorstellung sowie die Vorstellung, dass das Internet zu einer Art cyber-libertärer Utopie geworden ist, ist jedoch völlig unzutreffend. Regierungen haben sicherlich enorme Schwierigkeiten, das Internet zu regulieren, aber zahlreiche Arten von Autorität sind dennoch allgegenwärtig geworden.
Wer also regiert das Internet? In diesem Buch wird die These vertreten, dass das Internet tatsächlich regiert wird, dass es von spezifischen und identifizierbaren Netzwerken politischer Akteure regiert wird und dass man darüber streiten kann, wie es regiert wird. In diesem Buch wird ein neuer konzeptioneller Analyserahmen vorgestellt, der das Internet in vier politische "Ebenen" zerlegt, mit dem Ziel, eine neue politische Architektur zu formulieren, die die Autorität im heutigen Internet genau abbildet und darstellt. In erster Linie wird versucht, eine Unterscheidung zwischen den Akteuren zu treffen, die eine nachweisbare politische Autorität haben, und denen, die lediglich Einfluss ausüben.
Das Buch wendet dann dieses Vier-Ebenen-Modell auf eine Analyse der nationalen Cybersicherheitspolitik der USA nach 9/11 an. Schließlich wird versucht, die Konsequenzen dieser politischen Arrangements und Governance-Maßnahmen zu bestimmen.