Bewertung:

West End Girls ist ein Memoirenbuch von Barbara Tate, das das Leben der Prostituierten in Soho in den späten 1940er und frühen 1960er Jahren aus der Sicht der Erzählerin, die als Dienstmädchen einer bekannten Prostituierten arbeitet, aus einer einzigartigen Perspektive schildert. Das Buch bietet eine ausgewogene Mischung aus Humor und ergreifenden Beobachtungen über den Zustand des Menschen und ist eine lebendige und fesselnde Erzählung über eine Welt am Rande der Gesellschaft. Durch lebendige Charakterisierungen und nachdenkliche Reflexionen erkundet Tate Themen wie Überleben, Gemeinschaft und die Komplexität menschlicher Beziehungen in einem schäbigen Umfeld.
Vorteile:Gut geschrieben und leicht zu folgen, fesselnd erzählt, ein faszinierender Einblick in eine verborgene Welt, lebendige Charakterisierungen, warme und humorvolle Beobachtungen, fängt die Essenz des Nachkriegslebens ein, hebt die menschliche Widerstandsfähigkeit unter schwierigen Umständen hervor, beinhaltet interessanten historischen Kontext von Soho und zeigt das künstlerische Flair des Autors.
Nachteile:Einige Leser fanden Elemente der Erzählung unglaubwürdig, was die Beweggründe der Protagonisten, den Mangel an psychologischer Einsicht und die allzu simplen Ansichten über die Handlungen der Figuren betrifft. Einige Kritiker bemängeln das Fehlen ausführlicherer historischer Beschreibungen und eine Darstellung der dunklen Seite der Sexarbeit, die sie als unzureichend empfanden. In einigen Rezensionen wird auf die Enttäuschung über die Entwicklung der Handlung und die vermeintliche Unaufrichtigkeit der Selbstdarstellung der Autorin hingewiesen.
(basierend auf 101 Leserbewertungen)
Ein lebendiger und fesselnder Bericht über das wahre Leben, die Liebe und die Freundschaft im Soho der 1940er Jahre und seiner arbeitenden Mädchen.
Barbara Tate war 17, als sie das geflüsterte Wort hörte, das ihr Leben verändern sollte: Soho. Es sollte vier Jahre dauern, bis Barbara ihrem lieblosen Zuhause entkommen konnte, aber als sie es schließlich in die verbotenen Straßen von Soho schaffte - gerade als London sich vom Trauma des Zweiten Weltkriegs erholte -, sollte nichts mehr so sein wie zuvor.
Dort trifft die naive Barbara auf die schöne und kapriziöse Mae. Als sie einen Job als Maes Dienstmädchen annimmt, stellt sich Barbara vor, sie würde den Haushalt führen. Doch in einer schäbigen Seitenstraße entdeckt Barbara das geheime Leben der arbeitenden Mädchen in Soho.
In dieser erstaunlichen Welt voller harter Freundschaften und erbitterter Rivalitäten, gefährlicher Männer und verzweifelter Maßnahmen lernt Barbara bald, dass die Entgegennahme des Geldes von den vielen Freiern und das Kochen von Unmengen von Tee nur das Nötigste sind. Sie wird Kindermädchen, Beschützerin und Vertraute der unmöglichen, liebenswerten und selbstzerstörerischen Mae sein müssen.