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Western Privilege: Work, Intimacy, and Postcolonial Hierarchies in Dubai
Fast 90 Prozent der Einwohner Dubais sind Ausländer, die keine emiratische Staatsangehörigkeit besitzen. Wie in vielen globalen Städten haben diejenigen, die einen westlichen Pass besitzen, bestimmte Vorteile: prestigeträchtige Karrieren, hohe Gehälter und komfortable Wohnungen und Lebensstile.
In diesem Buch geht Amlie Le Renard der Frage nach, wie Ethnie, Geschlecht und Klassenzugehörigkeit die Erfahrung von Privilegien prägen, und untersucht die Prozesse, die zur Bildung der westlichen Bevölkerung als soziale Gruppe führen. Westernness ist mehr als nur ein Pass; es ist auch eine Identität, die emotionale und körperliche Arbeit erfordert. Während sie arbeiten, Sex haben, Eltern werden und Haushaltshilfen einstellen, jagen die Westler Dubais Versprechen eines sozioökonomischen Aufstiegs für die Wenigen hinterher.
Anhand einer Ethnografie, die sich auf postkoloniale und feministische Theorien stützt, zeigt Le Renard die unterschiedlichen Erfahrungen und Lebenswege von weißen und nicht-weißen, männlichen und weiblichen Westlern auf, um die sich verändernde und kontingente Natur des Westens zu verstehen - und auch seine tiefe Verbindung zu Weißsein und Heteronormativität. Western Privilege bietet einen einzigartigen Blick auf die gelebte Realität des strukturellen Rassismus in Städten des globalen Südens.