Bewertung:

Das Buch ist ein gut recherchierter und fesselnder Bericht über New Orleans während des Ersten Weltkriegs, der sich auf die bedeutenden Beiträge von Frauen und die kulturelle Dynamik dieser Zeit konzentriert. Es wird für seine Gründlichkeit und das Fachwissen der Autorin gelobt.
Vorteile:Gut recherchiert, fesselnde Erzählung, Schwerpunkt auf der Geschichte der Frauen, für allgemeine Leser zugänglich, behandelt eine wenig bekannte Ära in der Geschichte von New Orleans, empfohlen für Studenten der Geschichte Louisianas.
Nachteile:In den Rezensionen werden keine besonderen Nachteile erwähnt.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Whiskey, Women, and War: How the Great War Shaped Jim Crow New Orleans
Als die USA 1917 in den Ersten Weltkrieg eintraten, kollidierte in New Orleans ein Ausbruch von Patriotismus mit bürgerlichen Freiheiten. Die Stadt war aufgrund ihres französischen Erbes kulturell eng mit den Alliierten verbunden, und französischsprachige Bürger aus Louisiana leisteten dem US-Militär während der Kriegsanstrengungen wichtige technische Hilfe.
Währenddessen wurden Bürger deutscher Herkunft von skrupellosen, schlecht ausgebildeten Freiwilligen der American Protective League schikaniert, die vom Justizministerium beauftragt worden war, Amerika vor inneren Feinden zu schützen. Als wichtiger Hafen veränderte die Kriegsmobilisierung die kulturelle Landschaft der Stadt in einer Weise, die sich auf die nationale Kultur auswirkte, insbesondere als sich Jazzmusiker von den Sündenvierteln ausbreiteten. Whiskey, Women, and War: How the Great War Shaped Jim Crow New Orleans untersucht die verschiedenen Wege, auf denen die Stadt unter der Aufsicht eines dynamischen politischen Machthabers den Anforderungen des Ersten Weltkriegs begegnete.
Der Autor Brian Altobello analysiert die Mobilisierung der Bevölkerung in Form von Einberufungen und dem Verkauf von Kriegsanleihen und befasst sich mit dem Kreuzzug gegen das Verbrechen, der die amerikanischen Kriegsanstrengungen schützen sollte, wobei er auch auf die Prohibition und die Schließung des als Storyville bekannten Rotlichtviertels eingeht. Er befasst sich mit dem politischen Kampf um das Frauenwahlrecht, als die Gordon-Schwestern in New Orleans das Wahlrecht forderten, das auf dem Erhalt der weißen Vorherrschaft beruhte.
Schließlich untersucht er die Rassenbeziehungen in der Stadt, als Afroamerikaner in die Kriegsanstrengungen und die kulturelle Landschaft der Stadt integriert wurden, obwohl Jim Crow fest etabliert war. Letztlich erweckt der Band die Geschichte einer Stadt zum Leben, die den Ersten Weltkrieg auf ihre ganz eigene Weise überstanden hat.