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Reverberations of Racial Violence: Critical Reflections on the History of the Border
Zwischen 1910 und 1920 wurden an der texanischen Grenze Tausende von mexikanischen Amerikanern und mexikanischen Staatsangehörigen getötet. Zu den Mördern gehörten Fremde und Nachbarn, Selbstjustizler und Polizeibeamte - insbesondere Texas Rangers.
Trotz einer 1919 durchgeführten Untersuchung der staatlich sanktionierten Gewalttaten wurde niemand von den Behörden jemals zur Verantwortung gezogen. Reverberations of Racial Violence versammelt vierzehn Aufsätze über dieses dunkle Kapitel der amerikanischen Geschichte. Die Autoren untersuchen den Einfluss von Bürgerrechtlern wie Jos Tom s Canales, dem einzigen mexikanisch-amerikanischen Abgeordneten in der texanischen Legislative zwischen 1905 und 1921.
Die von ihm geleitete Untersuchung ist ein historischer Prüfstein, bei der Zeugen detailliert über die von Staatsbeamten durchgeführten außergerichtlichen Tötungen berichteten. In anderen Kapiteln wird der antimexikanische Rassismus in den Kontext der grassierenden und besser dokumentierten Gewalt gegen Afroamerikaner in dieser Zeit gestellt.
Die Autoren befassen sich auch mit der Rolle der Frauen bei der Reaktion auf die Gewalt sowie mit den vielfältigen Auswirkungen der Morde auf die farbigen Gemeinden in Texas. Zusammengenommen bieten die Aufsätze die Möglichkeit, über das übliche Schwarz-Weiß-Paradigma hinauszugehen und über die umfassende Geschichte der amerikanischen Nationenbildung, die grassierende rassistische Gewalt und den Bürgerrechtsaktivismus nachzudenken.