Bewertung:

Das Buch ist ein sehr persönlicher Bericht über Soha Becharas Erlebnisse während des libanesischen Bürgerkriegs und ihrer Zeit im Khiam-Gefängnis, in dem Themen wie Widerstand, Nationalismus und die menschlichen Auswirkungen des Krieges im Mittelpunkt stehen. Die Leser loben die emotionale Tiefe und den Einblick in die Komplexität des Konflikts im Libanon, einige kritisieren jedoch die emotionale Authentizität.
Vorteile:⬤ Bietet eine inspirierende und aufschlussreiche Perspektive auf den Widerstand aus der Sicht einer Frau.
⬤ Starke persönliche Erzählung, die Konflikte vermenschlicht und Annahmen über Widerstandskämpfer in Frage stellt.
⬤ Nützlicher historischer Kontext in Bezug auf den libanesischen Bürgerkrieg und die israelische Besatzung.
⬤ Zeigt die Auswirkungen des Krieges auf das Leben des Einzelnen und die gesellschaftlichen Strukturen.
⬤ Fesselt die Leser mit Details, die vergangene Konflikte mit aktuellen Themen verbinden.
⬤ Einige Leser waren der Meinung, dass der emotionale Ton fehlte oder „unecht“ wirkte.
⬤ Einige Kritiker meinen, die Autorin hätte eine reflektiertere Bewertung ihrer gewalttätigen Vergangenheit einbauen können.
⬤ Kritik an der vermeintlichen Verherrlichung von Gewalt ohne angemessene Selbstreflexion über die Folgen.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Resistance: My Life for Lebanon
1988 versuchte Souha Bechara im Alter von zwanzig Jahren ein Attentat auf General Lahad, den Chef der für den von Israel besetzten Südlibanon zuständigen Miliz. Sie wurde sofort verhaftet, verhört und wochenlang gefoltert und nach Khiam geschickt, einem Gefängnis und Todeslager, das von humanitären Organisationen regelmäßig verurteilt wird.
Nach einer intensiven libanesischen, europäischen und sogar israelischen Kampagne zu ihren Gunsten wurde sie 1998 nach zehn Jahren Haft endlich freigelassen. Da die Welt weiterhin von gewalttätigen Konflikten im Nahen Osten erschüttert wird, wird die Geschichte einer säkularen linken Rebellin, die ihr Leben riskiert, um ihr Land von den Besatzern zu befreien, bei all jenen Anklang finden, die verstehen wollen, warum sich junge palästinensische Mädchen auf überfüllten Märkten in Jerusalem in die Luft sprengen.
Dieses Buch ist kein trockener politischer Wälzer, sondern bietet einen persönlichen, menschlich geprägten Einblick in das komplexeste und am meisten missverstandene soziale Problem unserer Zeit. Mit einem abschließenden Kapitel, in dem auf sehr persönliche Weise klargestellt wird, warum der Konflikt in Israel und Palästina unvermindert anhält, ist dies ein Erinnerungsbuch über Widerstand und Unterdrückung, das Leser quer durch das politische Spektrum bewegen und provozieren wird.