Bewertung:

Das Buch ist eine detailreiche und fesselnde Ethnografie türkischer Feuchtgebiete, die mit Humor und Einfühlungsvermögen die Interaktionen zwischen verschiedenen Akteuren und ihrer Umgebung untersucht. Es bietet eine fesselnde Erzählung, die lokale Kontexte mit umfassenderen Themen der Anthropologie verbindet.
Vorteile:⬤ Reichhaltiger und eleganter Schreibstil
⬤ einprägsame Charaktere
⬤ fesselnde Erzählung
⬤ humorvoll und aufschlussreich
⬤ übertragbare Erkenntnisse auf andere Kontexte
⬤ fesselnd und zugänglich für ein wissenschaftliches Werk.
Der spezielle Fokus auf türkische Feuchtgebiete mag nicht alle Leser ansprechen; einige könnten die anthropologischen Details weniger relevant finden, wenn sie sich nicht für das Thema interessieren.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
How to Make a Wetland: Water and Moral Ecology in Turkey
How to Make A Wetland erzählt die Geschichte zweier türkischer Küstenregionen, die beide von ökologischem Wandel und politischer Unsicherheit geprägt sind. An der Schwarzmeerküste und den Küsten der Ägäis kämpfen Bauern, Wissenschaftler, Fischer und Familien mit einer Lebensgrundlage im Wandel, während ihre Umwelt in nationale und internationale Naturschutzprojekte eingebunden ist.
Brücken und Entwässerungskanäle, Wohnhäuser und Autobahnen sowie die Vögel, Wasserbüffel und verschiedenen Tiere der Region geben Auskunft über eine im Entstehen begriffene moralische Ökologie. Auf der Grundlage von sechs Jahren Feldforschung in Feuchtgebieten und Deltas bietet Caterina Scaramelli ein anthropologisches Verständnis des weitreichenden ökologischen und infrastrukturellen Wandels und der moralischen Ansprüche an Lebensqualität und Materialität in der Türkei und darüber hinaus. Ausgehend von einer moralökologischen Position berücksichtigt sie die Vorstellung, dass Politik nicht einfach auf Tiere, Pflanzen, Erde, Wasser, Sedimente, Felsen und andere nicht-menschliche Wesen und Materialien projiziert wird.
Vielmehr machen die Menschen durch sie Politik. In diesem Buch hebt sie die Bestrebungen, moralischen Beziehungen und Pflegepraktiken hervor, die in den Auseinandersetzungen und Allianzen über Umweltveränderungen ständig im Spiel sind.