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How to Quiet a Vampire: A Sotie
Der beunruhigende Roman How to Quiet a Vampire (Wie man einen Vampir zum Schweigen bringt) ist eine Reflexion über Terror und Intellekt in der Tradition von Joseph Heller und George Steiner. Pekics 1977 unter großem Beifall veröffentlichter Ideenroman folgt Konrad Rutkowski, Professor für mittelalterliche Geschichte und ehemaliger Gestapo-Offizier, der an den Schauplatz seiner Kriegsverbrechen zurückkehrt und entschlossen ist, seine Nazi-Vergangenheit zu leugnen oder vielleicht zu rechtfertigen.
In einer Reihe von Briefen legt Rutkowski seine zwiespältigen Reaktionen auf Krieg und Gewalt dar und verbindet seine eigenen wirbelnden Ideen mit denen der großen Figuren des europäischen Denkens: Platon, St. Augustinus, Descartes, Nietzsche, Freud und andere.
Borislav Pekic, der weit über den reinen Intellekt hinausgeht, war selbst ein häufiger politischer Agitator und gelegentlicher Gefangener, und er nutzte sein Wissen über Polizeimethoden und das Leben im Totalitarismus aus erster Hand, um ein erschreckendes Porträt eines vermeintlich frei denkenden Intellektuellen zu zeichnen, der im Dienste der Unterdrückung handelt. Gleichzeitig wirft er die Frage auf, ob Rutkowskis Ideologie ihn außerhalb der philosophischen Tradition stellt, die er so sehr bewundert - oder ob die Trennlinie zwischen europäischem Denken und Totalitarismus nicht so klar ist, wie wir gerne glauben.