Bewertung:

Diese Sammlung enthält sieben Stücke des rumänischen Dramatikers Matei Visniec, der für seine originellen und surrealen Darstellungen des Lebens unter totalitären Regimen bekannt ist. In den Stücken werden Themen wie Kommunismus, Krieg, Trauma und die Absurdität der menschlichen Existenz durch die Brille von schwarzem Humor und Surrealismus betrachtet. Die Übersetzung wird für ihre gute Lesbarkeit gelobt, und die Sammlung dient als wichtige Dokumentation der historischen Erfahrungen in Osteuropa.
Vorteile:Die Stücke sind einfallsreich und reich an schwarzem Humor, Surrealismus und Absurdität. Visniec bietet einen nachdenklich stimmenden Kommentar zum Leben unter totalitären Regimen und zur menschlichen Existenz. Die Übersetzungen werden gelobt, weil sie leicht zu lesen sind und den Text zugänglich machen. Diese Anthologie ist eine wertvolle Zusammenstellung von Werken, die der Opfer des Kommunismus gedenken und die Komplexität der osteuropäischen Geschichte erfassen.
Nachteile:Der allgemeine Ton ist düster und wird vielleicht nicht bei allen Lesern Anklang finden, vor allem nicht bei denen, die sich nicht mit der osteuropäischen Geschichte oder der Erfahrung des Lebens im Kommunismus auskennen. Einige Leser könnten die surreale Natur der Stücke als schwierig zu interpretieren empfinden. Es ist auch fraglich, ob das heutige Publikum die dargestellten Themen angesichts der Zeit, die seit den geschilderten Ereignissen vergangen ist, voll und ganz verstehen oder sich mit ihnen identifizieren kann.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
How to Explain the History of Communism to Mental Patients and Other Plays
Der Dramatiker, Dichter, Romancier und Journalist Matei Visniec, der in Rumänien geboren wurde und in Frankreich lebt, seit er 1987 politisches Asyl beantragte, ist eine der schärfsten Stimmen Europas, die die Gräueltaten des Totalitarismus ebenso anprangert wie die Exzesse der Konsumkultur.
Diese erste Anthologie seines dramatischen Werks in englischer Sprache versammelt sieben seiner eindrucksvollsten und freimütigsten Stücke. How to Explain the History of Communism to Mental Patients (Wie man Geisteskranken die Geschichte des Kommunismus erklärt) ist das zentrale Stück der Sammlung und eine Satire auf den Stalinismus, die grenzenlose politische Macht, die Faszination von Utopien und die Gefahren von Persönlichkeitskulten entlarvt.
Weitere Stücke in der Anthologie sind Decomposed Theater oder The Human Trashcan, das Formen der Gehirnwäsche und Entfremdung sowohl in totalitären als auch in konsumorientierten Gesellschaften untersucht; The Body of a Woman as a Battlefield in the Bosnian War, in dem es um das Erleben von Traumata und die komplizierte Beziehung zwischen Ost und West geht; und Richard III Will Not Take Place oder Scenes from the Life of Meyerhold, das sich mit politischer Zensur und kulturellem Widerstand im Totalitarismus befasst und die soziale Rolle und Verantwortung des Künstlers in den Mittelpunkt stellt. Das Ergebnis ist eine kühne und unerschrockene Kritik an Politik und Gesellschaft, die so ergreifend und bewegend ist, dass sie für Künstler und Historiker gleichermaßen von Interesse sein dürfte“.