Bewertung:

Das Buch stellt eine Kritik der Stadtplanung dar und konzentriert sich auf die Einflüsse von Verkehr, Politik und Wirtschaft auf die Stadtentwicklung. Es wird argumentiert, dass die Dominanz des Automobils zu einer Zersiedelung der Vorstädte auf Kosten von Gemeinschaft und Stadtgestaltung geführt hat. Der Autor Alex Marshall wirft der New-Urbanism-Bewegung vor, dass sie es versäumt hat, die grundlegenden Probleme anzugehen und stattdessen nur oberflächliche Lösungen propagiert.
Vorteile:Die Leser lobten das Buch für seinen inspirierenden Schreibstil, seine Zugänglichkeit und seine fesselnde Erzählweise. Es dient als überzeugende Kritik an den aktuellen Trends in der Stadtplanung und bietet eine durchdachte Analyse der Komplexität der Stadtgestaltung und der Auswirkungen des Verkehrs auf die Stadtentwicklung. Das Buch bietet Einblicke sowohl für Neueinsteiger als auch für diejenigen, die mit urbanen Studien vertraut sind.
Nachteile:Kritiker bemängeln, dass das Buch einige Konzepte zu stark vereinfacht und die Grundsätze des New Urbanism falsch darstellt. In einigen Rezensionen wird die Analyse als oberflächlich oder wenig tiefgründig beschrieben, insbesondere von Personen mit Fachkenntnissen in der Stadtplanung. Es gibt auch Bedenken hinsichtlich der Voreingenommenheit des Autors gegenüber bestimmten Stadtentwicklungsmodellen und des Fehlens praktischer Lösungen für städtische Probleme.
(basierend auf 20 Leserbewertungen)
How Cities Work: Suburbs, Sprawl, and the Roads Not Taken
Funktionieren Städte überhaupt noch? Wie konnte es dazu kommen, dass sie zu solch ausufernden Konglomeraten aus gleich aussehenden Wohnsiedlungen, Mega-Freeways und „Big Box“-Supermärkten wurden, die von Hektar großen Parkplätzen umgeben sind? Und vor allem, warum fühlen sie sich nicht wie echte Gemeinden an? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Alex Marshall in diesem knallharten, sehr lesenswerten Buch über das, was Städte ausmacht.
Marshall argumentiert, dass das städtische Leben an unserer grundlegenden Unkenntnis der wirklichen Kräfte gescheitert ist, die Städte formen - Verkehrssysteme, Industrie und Wirtschaft sowie politische Entscheidungsfindung. Er untersucht, wie diese Kräfte vier sehr unterschiedliche urbane Umgebungen geschaffen haben - die dezentralisierte Zersiedelung des kalifornischen Silicon Valley, die überfüllten Straßen des New Yorker Stadtteils Jackson Heights, das kontrollierte Wachstum von Portland, Oregon, und die inszenierten Fassaden von Disneys geplanter Gemeinde Celebration, Florida.
Um bessere Städte zu bauen, so Marshall, müssen wir die Kräfte, die sie formen, verstehen und intelligent lenken. Ohne eine einzige Lösung vorzuschreiben, definiert er die Schlüsselfragen, mit denen alle besorgten Bürger konfrontiert sind, die versuchen, die Zersiedelung zu kontrollieren und echte Gemeinschaften aufzubauen. Sein zeitgemäßes Buch ist eine wichtige Lektüre für eine breite Öffentlichkeit und ein breites Fachpublikum.