Bewertung:

Thomas Gilovichs Buch „How We Know What Isn't So“ befasst sich mit den kognitiven Verzerrungen und Irrtümern, die das menschliche Denken und die Überzeugungen beeinflussen. Anhand verschiedener Beispiele und wissenschaftlicher Untersuchungen wird aufgezeigt, wie Menschen oft Opfer falscher Überzeugungen und fehlerhafter Schlussfolgerungen werden. Obwohl das Buch 1991 veröffentlicht wurde, sind die Grundsätze nach wie vor aktuell, auch wenn einige Beispiele veraltet wirken. Das Buch regt zum kritischen Denken und zur Selbstreflexion über persönliche Überzeugungen an.
Vorteile:⬤ Fesselnder, leicht verständlicher Schreibstil
⬤ präsentiert logische Argumente, die sich auf Forschungsergebnisse stützen
⬤ erörtert eine Vielzahl von Vorurteilen und Irrtümern
⬤ regt zum kritischen Denken an
⬤ bietet praktische Beispiele zur Veranschaulichung von Konzepten
⬤ wurde als Pflichtlektüre zum Verständnis kognitiver Vorurteile beschrieben
⬤ gut gegliederte Kapitel
⬤ unterhaltsam und angenehm zu lesen.
⬤ Einige Inhalte sind veraltet und heute möglicherweise nicht mehr relevant
⬤ die Kindle-Ausgabe hat Macken, wie z.B. kein verlinktes Inhaltsverzeichnis
⬤ einige Kapitel sind länger als nötig
⬤ die Kritik an bestimmten Glaubenssystemen vereinfacht komplexe Sachverhalte zu stark
⬤ einige Leser fanden den Schreibstil trocken oder akademisch
⬤ bestimmte Abschnitte, insbesondere über alternative Medizin und ESP, waren weniger ansprechend.
(basierend auf 110 Leserbewertungen)
How We Know What Isn't So
Thomas Gilovich bietet einen klugen und lesenswerten Leitfaden über die Täuschung des Offensichtlichen im Alltag.
Wann können wir uns auf das verlassen, was wir glauben - dass "Mannschaften und Spieler eine Glückssträhne haben", dass "Schmeichelei funktioniert" oder dass "je mehr Menschen einer Meinung sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie recht haben" - und wann sind solche Überzeugungen verdächtig? Thomas Gilovich bietet einen Leitfaden für den Irrtum des Offensichtlichen im Alltag. Er illustriert seine Ausführungen mit Beispielen und untermauert sie mit den neuesten Forschungsergebnissen und dokumentiert die kognitiven, sozialen und motivationalen Prozesse, die unsere Gedanken, Überzeugungen, Urteile und Entscheidungen verzerren.
In einer sich rasch wandelnden Welt verzerren die Vorurteile und Stereotypen, die uns helfen, eine Flut komplexer Informationen zu verarbeiten, unweigerlich das, was wir gerne für die Realität halten würden. Das Bewusstsein für unsere Neigung zu diesen systematischen Fehlern, so Gilovich, ist der erste Schritt zu einer effektiveren Analyse und einem effektiveren Handeln.