Bewertung:

Die Biografie von Howard Zahniser ist eine gut recherchierte Darstellung seines bedeutenden, aber unterschätzten Beitrags zur amerikanischen Naturschutzbewegung, insbesondere durch seine Rolle bei der Verabschiedung des Wilderness Act von 1964. Das Buch beleuchtet Zahnisers koalitionsbildenden Ansatz und seinen Einfluss auf die Naturschutzpolitik und reflektiert gleichzeitig seinen persönlichen Hintergrund und seine Überzeugungen.
Vorteile:⬤ Gut recherchierte Biografie
⬤ gibt einen Einblick in Zahnisers Einfluss
⬤ hebt seine Strategien zur Koalitionsbildung hervor
⬤ bietet Kontext über zeitgenössische Naturschützer
⬤ betont sein Vermächtnis beim Schutz der Wildnis.
Könnte für Leser, die mit der Geschichte des Naturschutzes nicht vertraut sind, nicht sehr attraktiv sein; Zahnisers zurückhaltende Art könnte ihn im Vergleich zu berühmteren Persönlichkeiten weniger einnehmend erscheinen lassen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Wilderness Forever: Howard Zahniser and the Path to the Wilderness Act
Ausgezeichnet mit dem Charles A. Weyerhaeuser Book Award 2006 der Forest History Society.
Howard Zahniser (1906-1964) war eine zentrale Figur der amerikanischen Wildnisschutzbewegung in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts und die Person, die am meisten für das bahnbrechende Wildnisgesetz von 1964 verantwortlich war. Während die rauen Naturburschen der frühen Umweltbewegung, wie John Muir und Bob Marshall, der Sache ein charismatisches Gesicht gaben, bemühte sich Zahniser darum, die Anliegen des Naturschutzes in die Öffentlichkeit zu tragen und die Pläne der Naturschützer zu verwirklichen. In vielen Kämpfen um die Rettung belagerter Wildnisgebiete brachte er zerstrittene Koalitionen zusammen, baute Unterstützungsnetzwerke an der Basis auf, umwarb sprunghafte und widerspenstige Politiker und verfasste Ströme wortgewaltiger Prosa, die die Wildnis feierte.
Zahniser arbeitete für das Bureau of Biological Survey (ein Vorläufer des Fish and Wildlife Service) und das Innenministerium, schrieb für die Zeitschrift Nature und leitete schließlich die Wilderness Society und gab deren Zeitschrift Living Wilderness heraus. Der Höhepunkt seiner schriftstellerischen Tätigkeit für die Wildnis und seiner politischen Lobbyarbeit war der Wilderness Act von 1964. Alle Entwürfe enthielten seine wortgewaltige Definition von Wildnis, die immer noch als zentraler Grundsatz der Wilderness Society gilt: "ein Gebiet, in dem die Erde und ihre Lebensgemeinschaft vom Menschen unberührt sind, in dem der Mensch selbst ein Besucher ist, der nicht bleibt." Das Gesetz wurde schließlich kurz nach seinem Tod unterzeichnet.
Seiner unermüdlichen Arbeit lag ein tiefer Glaube an die heilenden Kräfte der Natur für eine Menschheit zugrunde, die von der mechanisierten Hektik des modernen, städtischen Lebens zermürbt wurde. Zahniser wuchs in einer Familie methodistischer Geistlicher auf, und obwohl er sich von einer bestimmten Konfession abwandte, prägte eine spirituelle Einstellung sein Denken über die Wildnis. Seine Liebe zur Natur resultierte nicht so sehr aus wissenschaftlicher Neugier, sondern vielmehr aus einem Gefühl des Staunens über ihre Schönheit und Erhabenheit sowie aus dem Wunsch, in Harmonie mit allen anderen Lebewesen zu leben. In diesem gründlich recherchierten und liebevollen Porträt erweckt Mark Harvey diesen großen Führer des Umweltaktivismus zum Leben.