Wildes Sardinien: Indigenität und die globalen Traumzeiten des Umweltschutzes

Bewertung:   (3,1 von 5)

Wildes Sardinien: Indigenität und die globalen Traumzeiten des Umweltschutzes (Tracey Heatherington)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch wird für seine komplexe und gut recherchierte Herangehensweise an die Umweltanthropologie gelobt, aber für seinen unleserlichen Text und den übermäßigen akademischen Jargon kritisiert. Einige Leser sind der Meinung, es fehle an aussagekräftigem Inhalt und Tiefe in Bezug auf die lokale Kultur.

Vorteile:

Komplexe und faszinierende Lektüre, extrem gut recherchiert, hervorragend geschrieben, leistet einen detaillierten Beitrag zur Umweltanthropologie.

Nachteile:

Der Text ist unlesbar, übermäßiger akademischer Jargon, es fehlt an aussagekräftigem Inhalt in Bezug auf die lokale Kultur, er könnte paternalistisch wirken und beschäftigt sich nicht eingehend mit dem Leben auf dem Land.

(basierend auf 2 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Wild Sardinia: Indigeneity and the Global Dreamtimes of Environmentalism

Inhalt des Buches:

*Preisträger des Victor Turner-Preises 2010 für ethnografisches Schreiben, verliehen von der American Anthropological Association*.

Die gemeinsame Sorge um die Natur kann eine Möglichkeit sein, nationale, ethnische, religiöse und kulturelle Grenzen zu überwinden, doch stehen bei Naturschutzbemühungen oft die Interessen historisch verwurzelter oder indigener Völker dem Staat und internationalen Umweltorganisationen gegenüber, wodurch die lokale Autonomie untergraben wird, während ländliches Land für Tiere und Touristen "gerettet" wird. Die Untersuchung von Wild Sardinia zu den kulturpolitischen Aspekten des Naturschutzes und der traditionellen Gemeinschaften auf einer italienischen Insel veranschaulicht die Komplexität der Umweltverantwortung. Die Stadt Orgosolo, die seit langem als Heimat wildlebender, unabhängiger Hirten (die oft als Bauern, Banditen oder Öko-Vandalen dargestellt werden) sowie wilder Mufflon-Schafe, prächtiger Adler und seltener alter Eichenwälder bekannt ist, erlangte über mehrere Jahrzehnte hinweg Berühmtheit durch den lokalen Widerstand gegen den Gennargentu-Nationalpark.

Durch die Verflechtung einer reichhaltigen ethnografischen Beschreibung des zentralen Hochlands von Sardinien mit einer Analyse, die auf politischer Ökologie und reflexiver Kulturkritik basiert, beleuchtet Wild Sardinia die ambivalenten und offenen Bedeutungen der Handlungen und Erinnerungen vieler Sarden an den "Widerstand" gegen Umweltprojekte. Diese bahnbrechende Fallstudie über das Spannungsverhältnis zwischen lebendigen Kulturlandschaften und den neuen ökologischen Imaginationen, die durch politische Diskurse und neue Medien entstehen - die "globalen Traumzeiten des Umweltschutzes" - ist weit über den Mittelmeerraum hinaus von Bedeutung.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780295989990
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2010
Seitenzahl:328

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